Europäisches Parlament: Entschließung zur Definition von KMU

BRÜSSEL, 30.07.2018 - Das Europäische Parlament hat am 04.07.2018 eine Entschließung zur Definition von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) angenommen.

Das Europäische Parlament hat am 04.07.2018 eine Entschließung zur Definition von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) angenommen. Eine Aktualisierung der Empfehlung der KMU-Definition aus dem Jahr 2003, die gegenwärtig von der Kommission erarbeitet wird, soll nach Auffassung des Europäischen Parlaments unter Berücksichtigung von Inflation und Arbeitsproduktivität erfolgen und sollte durch eine vorausschauende Anpassung längerfristig stabil bleiben.

Zahl der Mitarbeiter soll wichtigstes Kriterium bleiben

Die Mitarbeiterzahl sollte das wichtigste Kriterium bleiben und durch Umsatz und Bilanzsumme ergänzt werden. Dabei müsste aber die Definition weiterhin flexibel bleiben. Ferner seien die Begriffe „verbundene Unternehmen“ und „Partnerunternehmen“ zu präzisieren.  In dem Entschließungsantrag bringt das EP aber auch seine Besorgnis zum Ausdruck, dass Unternehmen, die über die KMU-Definition hinausgehen, aber noch die typischen mittelständischen Strukturen aufweisen (sogenannte „Midcap“-Unternehmen) von der Politik keine angemessene Aufmerksamkeit gewidmet wird, obwohl sie infolge ihrer Produktivität einen hohen Beitrag zu Beschäftigung und Wachstum leisten. Die Kommission wird daher aufgefordert, die Festlegung einer gesonderten Definition dieser Unternehmen in Betracht zu ziehen, so dass gezielte Maßnahmen für „Midcap“-Unternehmen möglich werden. Damit soll laut EP auch die Gefahr einer ihren ursprünglichen Zielen abträglichen Ausweitung der KMU-Definition aus dem Weg gegangen werden.

Hier geht es zur Entschließung des Europäischen Parlaments

(Quelle: Staatskanzlei Hessen) | B_I MEDIEN

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