Starker Pakt für die Starkregenvorsorge

OSNABRÜCK, 16.08.2018 – Mit einem neuen Auskunfts- und Informationssystem zur Starkregenvorsorge (AIS) will das Land Bremen seine Klimafolgenanpassungsstrategie umsetzen und Bürger wie auch Gebäudeeigentümer direkt in die Planungsprozesse der Senatsverwaltung einbinden. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt fachlich und finanziell.

Gemeinsam für die Starkregenvorsorge: DBU-Generalsekretär Alexander Bonde (r.) überreicht die Förderbewilligung über 121.400 Euro an Ronny Meyer, Staatsrat beim Bremer Umweltsenator. | Foto: Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Gemeinsam für die Starkregenvorsorge: DBU-Generalsekretär Alexander Bonde (r.) überreicht die Förderbewilligung über 121.400 Euro an Ronny Meyer, Staatsrat beim Bremer Umweltsenator. | Foto: Deutsche Bundesstiftung Umwelt

„Die Aktivitäten im öffentlichen und privaten Bereich müssen Hand in Hand gehen. Damit richtet sich das AIS gezielt auf das verantwortliche Handeln aller Beteiligten vor Ort“, so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde, der am 22. Juni ein Bewilligungsschreiben zur finanziellen Förderung mit 121.400 Euro an Ronny Meyer, Staatsrat beim Bremer Umweltsenator, überreichte. „Bremen hat sich schon 2012 auf den Weg gemacht, um sich den verändernden klimatischen Bedingungen anzupassen“, ergänzt Meyer. „Mit dem nun beginnenden Projekt fügen wir einen zentralen Baustein hinzu, damit sich die Stadt und ihre Bürger zukünftig direkt über die Lage von starkregengefährdeten Bereichen informieren und Maßnahmen ergreifen können.“

Informationen und Kenntnisse zur Verfügung stellen

Voraussetzung für eine erfolgreiche Vorsorgestrategie sei, dass allen Akteuren die notwendigen Informationen und Kenntnisse zur Verfügung stehen. Dies werde das Auskunfts- und Informationssystem Starkregenvorsorge leisten, erläutert Michael Koch, Referatsleiter im Umweltressort, der für die Stadt Bremen die Zusammenarbeit mit dem städtischen Abwasserentsorger hanseWasser Bremen und dem Bewilligungsempfänger Dr. Pecher AG (Erkrath) bei der Entwicklung koordiniert.
Ausgehend von den Erkenntnissen des Projekts KLAS (www.klas-bremen.de) entstand die Idee für das Auskunftssystem. Mit dem AIS wird ein neuartiges Werkzeug entwickelt, das in die Planungsprozesse der Stadtverwaltung Bremen sowie bei der Beratung von Grundstückseigentümern direkt eingebunden werden kann. Somit kann die Starkregenvorsorge im Risikomanagement, der wassersensiblen Stadtentwicklung und der Stärkung der Eigenvorsorge von Grundstückseigentümern wirkungsvoll und stetig unterstützt werden.
„Langfristig soll das AIS der Stadt Bremen helfen, die Starkregenvorsorge in Planungs- und Entscheidungsprozessen zu institutionalisieren und als gutes Beispiel und Modell für andere Städte und Gemeinden dienen“, so Staatsrat Meyer.