Liebherr baut neues Logistikzentrum in Kirchdorf

KIEL, 23.08.2018 – Liebherr investiert rund 35 Millionen Euro in den Bau eines neuen Logistikzentrums für die Produktion in Kirchdorf an der Iller. Mit einem offiziellen Spatenstich begannen am 11. Juni 2018 die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 geplant.

Spatenstich für Liebherr-Logistikzentrum in Kirchdorf
Die Geschäftsführer und Projektleiter der Liebherr-Hydraulikbagger GmbH setzen zusammen mit Vertretern der Gemeinde Kirchdorf sowie der beauftragten Baufirma den ersten Spatenstich.

Die Liebherr-Hydraulikbagger GmbH stärkt mit der Investition in ein neues Logistikzentrum für die Produktion auf dem Firmengelände in Kirchdorf die Entwicklung des Gründungs-Standorts der gesamten Firmengruppe. „Durch die Umstrukturierung und die Optimierung des Materialflusses wird das Logistikzentrum Produktion zukünftig einen wesentlichen Beitrag für eine effiziente und qualitativ hochwertige Produktion leisten“, so Matthias Herzog, Geschäftsführer Produktion bei der Liebherr-Hydraulikbagger GmbH.

Abriss bei laufendem Betrieb


Der Abriss des bestehenden Lagergebäudes und die Baumaßnahmen finden bei laufendem Betrieb statt. Daher nutzt Liebherr derzeit mehrere Außenflächen für die Lagerung von Produktionsmaterial. Um die Materialversorgung der Produktion sicherstellen zu können, wird der Bau außerdem in zwei Schritten durchgeführt: Im ersten Bauabschnitt, der bis Ende 2019 abgeschlossen werden soll, entsteht ein neuer Wareneingangsbereich mit einem Hochregallager. Die dort eingeplante Lkw-Schleuse mit einer 20t-Krananlage wird die Warenannahme wesentlich erleichtern.

Liebherr-Logistikzentrum Kirchdorf nach der Fertigstellung
Nach Fertigstellung wird das neue Logistikzentrum für die Produktion eine Gesamt-Abmessung von rund 245 x 96 Metern und eine Höhe von rund 22 Metern erreichen. | Fotos: Liebherr

Im zweiten Schritt werden ein weiteres Hochregallager und Logistikflächen zur Kommissionierung, Konsolidierung und Versandverpackung errichtet. Die Arbeitsplätze werden mit modernen technischen Systemen eingerichtet, und die komplexen logistischen Anforderungen werden durch ein Warehouse-Management-System unterstützt. Für die tägliche Arbeit stehen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dann moderne, mit einem Fahrassistenzsystem ausgestattete Kommissionier-Fahrzeuge zur Verfügung.

Es ist nicht die einzige Baumaßnahme auf dem Kirchdorfer Werksgelände: Erst im Juni 2017 begann Liebherr mit dem Neubau eines Entwicklungs- und Vorführzentrums begonnen und hat vor kurzem dessen Herzstück, die 4.500 Quadratmeter große Versuchshalle für den Prototypenbau und das zugehörige Verwaltungsgebäude bezogen. Dort ist ein komplettes Stockwerk nur für die Softwareentwicklung vorgesehen, und es gibt einen Raum für die Projektion einer dreidimensionalen virtuellen Realität. Ein Versuchsgelände mit Teststrecke folgt im Oktober und ein Vorführbereich im kommenden Jahr.

Keimzelle der Firmengruppe


Kirchdorf an der Iller gilt als Wiege der Firmengruppe Liebherr. Auf der Grundlage des elterlichen Baugeschäfts gründete Hans Liebherr 1949 dort das Unternehmen. Heute entwickelt und fertigt die Liebherr-Hydraulikbagger GmbH in Kirchdorf ein umfangreiches Sortiment hochwertiger Hydraulikbagger, Materialumschlagmaschinen und knickgelenkter Muldenkipper. Im Dezember 2017 hat sie den 75.000 Hydraulikbagger ausgeliefert. Die Gesellschaft produziert circa 3.000 Maschinen im Jahr und zählt zu den weltweit führenden Herstellern im Bereich der Mobilbagger.