Wasser gegen Wildkraut

Die umweltschonende Wave-Wildkrautbeseitigungstechnik mit Wasser steht ab sofort auch in einer Kompaktversion zur Verfügung.

kompakte Mid Series der Wave-Wildkrautbeseitigung
Wildkrautbeseitigung mit heißem Wasser ist jetzt auch mit kleinen Trägerfahrzeugen dank der kompakten Mid Series möglich. | Fotos: Wave
kompfortable Arbeit mit der Handlanze des Heißwasserhochdruckreinigers Wave
Mit der Handlanze können selbst schwer
zugängige Stellen erreicht werden. Sie lässt
sich mit 50 bar Druck auch als Heißwasser-
Hochdruckreiniger z.B. zur Entfernung von
Kaugummiresten verwenden.
Unkrautbekämpfung ohne Chemie lautet das Motto des holländischen Unternehmens Wave aus Wekerom. Waren die früheren Wildkrautbeseitiger nur für große Kommunalfahrzeuge konzipiert, stehen mit der neuen Mid Series nun auch Aufbaueinheiten für kleinere Trägerfahrzeuge zur Verfügung. Der sensorgesteuerte Wildkrautbeseitiger wird in der Großversion (ca. 200.000 Euro) bereits in mehr als 70 Städten und Gemeinden in Europa für die Pflege von Wegen, Plätzen und öffentlicher Anlagen eingesetzt. Das Prinzip ist so einfach wie genial: Das Fahrzeug fährt über Gehsteige und Straßen. Sensoren spüren die Unkräuter auf. Punktgenau wird kochendes Wasser (mindestens 98 Grad Celsius) auf die Pflanzen aufgesprüht. Der heiße Wasserstrahl wirkt bis tief in die Wurzeln hinein und lässt so die Wildkräuter absterben. Mit dem neuen Kompaktgerät werden jetzt auch insbesondere Garten- und Landschaftsbauer angesprochen, die Wildkrautbeseitigung als Dienstleistung anbieten wollen.
Douwe de Winter, Geschäftsbereichsführer von Wave für den europäischen Markt, freut sich über die Neuentwicklung: „Wir haben einen kompakten Unkrautbeseitiger entwickelt, der ohne Wassertank nur 310 kg wiegt. Die Maschine kann daher auf kleinen Trägerfahrzeugen aufgebaut werden. Gearbeitet wird dabei mit einer ergonomischen Handlanze, mit der die unerwünschten Kräuter in jeder Ecke beseitigt werden können.” Mit 50 bar Druck und heißem Wasser lassen sich damit auch andere Reinigungsarbeiten durchführen. Selbst Kaugummireste von Pflasterbelägen können damit abgelöst werden,” erläutert der Wildkrautbeseitigungsexperte. Das Gerät lässt sich einfach mit dem Stapler auf das jeweilige Trägerfahrzeug heben. Die Wassertanks sind serienmäßig mit 500, 800 und 1.000 Liter erhältlich und beliebig erweiterbar.
Die Unkrautbekämpfung mit heißem Wasser setze sich laut Erfahrung des Spezialanbieters immer mehr in ganz Europa durch, weil eine chemische Bekämpfung aus Umweltgesichtspunkten überall problematisch sei. Die Heißwassermethode verursacht auch weniger Lärm als andere Methoden, wirkt gezielt auf das Unkraut ein und hat eine anhaltende Wirkung gegen erneuten Aufwuchs. Auch auf wassergebundenen Belägen kann sie eingesetzt werden. Das neue Kompaktgerät wurde vor der Markteinführung ein Jahr lang intensiven Tests unterzogen. Die Tagesleistung beträgt laut Herstellerangaben je nach Unkrautbewuchs und örtlichen Gegebenheiten zwischen 1.400 und 2.500 m². Für einen Pflegedurchgang muss pro Quadratmeter mit Kosten von 12 bis 21 Cent inklusive Arbeitsaufwand, Wartung und Sprit gerechnet werden.
Pro Saison und lokalem Wildkrautaufkommen rechnet das Unternehmen mit 2,5 bis 4 Durchgängen. Dabei werde die Anzahl der Pflegedurchgänge im Laufe der Zeit immer weniger, weil die Pflegeintensität aufgrund der Erschöpfung der Unkrautwurzeln steigt. Jedes Jahr könne bei regelmäßiger Anwendung mit ca. 15% weniger Unkraut gerechnet werden. Insbesondere bei Garten- und Landschaftsbaubetrieben, die sich umweltfreundlich ausrichten, finde die innovative Form der Wildkrautbeseitigung reges Interesse. Mit der neuen, einfach zu bedienenden Kompaktmaschine rechnet der Hersteller mit einer steigenden Nachfrage gerade aus diesem Bereich. Die Mid Series ist schon ab 9.950 Euro ab Werk oder im Fachhandel verfügbar. Die Methode dürfte mit der Kompaktversion auch in Deutschland weitere Anhänger finden. Bisher wird sie hier in 30 Kommunen eingesetzt, unter anderem in Bielefeld und Lünen. Auch die GaLaBau-Firma Thomas Schleser aus Kleinostheim und die TKL GmbH aus Duisburg gehören zu den zufriedenen Anwendern.
www.waveunkrautbekaempfung.de

Dieser Artikel wurde in der bi-GaLaBau 7-2011 veröffentlicht.