„Grün für Stadt und Land“ spiegelt sich am BGL-Stand wider

NÜRNBERG, 30.08.2018 – Die GaLaBau 2018 wird flächenmäßig die bis dato größte Ausgabe der Leitmesse in Nürnberg sein. Träger und Ideengeber ist der Bundesverband für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) mit Lutze von Wurmb an der Spitze. Die B_I galabau hat ihn zu einem Gespräch getroffen.

Von Ebba Stoffregen, Kiel/Hannover

Lutze von Wurmb, BGL-Präsident und Chef der Osbahr GmbH
Lutze von Wurmb, BGL-Präsident und Chef der Osbahr GmbH, im filmisch inszenierten Vorgarten seines Betriebshofs in Uetersen. Exakt diese „Szene“ hat die Firma 2011 auf der Landesgartenschau in Norderstedt als einen Beitrag für die Themengärten gebaut, die unter dem Motto „Film ab in Norderstedt“ standen. | Foto: Stoffregen

Vor fast einem Jahr ist Lutze von Wurmb als BGL-Präsident angetreten, um die Arbeit des Wirtschaftsverbands unter dem Motto "Grün für Stadt und Land" voranzutreiben. Von Wurmb leitet seit 1995 die Osbahr GmbH mit Sitz im schleswig-holsteinischen Uetersen und beschäftigt rund 70 Mitarbeiter, darunter sind zehn Azubis und drei Geflüchtete. Das ehemals in Hamburg ansässige Unternehmen, das schon von Wurmbs Vater Lothar zunächst als Teilhaber und ab 1971 als Inhaber führte, besteht seit über 140 Jahren. Hans Joachim Osbahr gründete das Unternehmen 1876 in Hamburg-Altona, damit zählt die Firma zu den ältesten noch existierenden GaLaBau-Betrieben in Deutschland.

„Die Osbahr GmbH hat Hamburg zwar räumlich verlassen, nicht aber die historisch aufgebaute Kundschaft“, sagte Lutze von Wurmb der B_I galabau. Noch unter seinem Vater sei das Unternehmen nach Uetersen gezogen, weil es für einen GaLaBau-Betrieb in der Hafenmetropole kaum mehr möglich war zu einem erschwinglichen Preis in der Fläche zu wachsen. In Uetersen, inmitten des Pinneberger Baumschullands, wo viele originär Hamburger Firmen sitzen, gibt es Platz und auch für künftige Erweiterungen ist vorgesorgt: Erst kürzlich hat der Firmenchef ein 1.200 m2 angrenzendes Grundstück gekauft. Und Hamburg, nur knapp über 30 km von Uetersen entfernt, ist verkehrstechnisch günstig an der A 23 gelegen und für das Osbahr-Team nach wie vor Hauptaktionsraum.

Vielfältiges Spektrum

Das Leistungsspektrum von Osbahr reicht von klassisch landschaftsgärtnerischen Arbeiten, über die Dachbegrünung bis hin zur Großbaumverpflanzung und der Grünflächenpflege. Pro Jahr investiert der Unternehmer rund 300.000 Euro in den Betriebshof sowie in den Fuhr- und Maschinenpark. Im Schnitt, so Lutze von Wurmb, werden die Maschinen alle zehn Jahre ausgetauscht und der Maschinenpark so auf dem neuesten Stand gehalten. Zahlreiche Mietmaschinen werden darüber hinaus geordert, da einiges an Gerätschaften für die eher großen Baustellen nötig ist. „Der Privatgartenbereich spielt bei uns in Summe keine erhebliche Rolle, obwohl er wirtschaftliches Standbein der Branche und Wachstumstreiber ist“, sagt der Unternehmer. „Wir generieren pro Jahr in etwa 10 bis 12 Mio. Euro Umsatz und rund 80 % unserer Aufträge betreffen den Neubaubereich“, so von Wurmb. Aufgrund der angespannten Wohnraumsituation in Städten wie Hamburg werde nachverdichtet und im Zuge dessen Freiräume auch „häufig komplett neu angelegt“. Wichtige Auftraggeber seien deshalb auch die öffentliche Hand und der Wohnungsbau.

Größere Projekte

Der Schlüssel zum Kunden seien vor allem Gartenarchitekten. Osbahr arbeitet eher großmaßstäblich. „Unser größtes Projekt ist derzeit das Nicolai Quartier in Hamburg, das als Business Improvement District (BID) umgebaut wird“, so Lutze von Wurmb. Das Quartier soll mit Hilfe der Anwohner, Grundeigentümer und Gewerbetreibenden, den innerstädtischen Standort stärken und die Aufenthaltsqualität erhöhen. Bauzeitende sollte eigentlich Ende dieses Jahres sein, nur habe einer seiner Mitarbeiter einen verkohlten Holzpfahl als potentiell historisches Relikt erkannt, sodass jetzt erstmal Ausgrabungen stattfinden würden „Unsere Baustellen sind eher tiefbaugeprägt, auch wenn wir selbstverständlich die Grünflächenpflege im Leistungsangebot haben und allein vier Kolonnen nur damit beschäftigt sind“, sagt der Osbahr-Chef.

Das auf der GaLaBau 2016 eingeführte GaLaBau Experten-Forum wird auch im neuen Garten [T]Räume Areal wieder Anlaufpunkt für das Fachpublikum werden. | Fotos: BGL
Das auf der GaLaBau 2016 eingeführte GaLaBau Experten-Forum wird auch im neuen Garten [T]Räume Areal wieder Anlaufpunkt für das Fachpublikum werden. | Fotos: BGL

Projekte für Nachwuchswerbung

Schwieriger sei es jedoch qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Die Qualität der Azubis und ihre Arbeitsmotivation sei nicht mehr dieselbe wie vor 15 Jahren, meint von Wurmb und ergänzt: „Dennoch verzeichnen wir als Berufsstand seit Jahren eine stabile Zahl an Azubis.“ Bundesweit sei das Niveau – vor allem auch im Vergleich zu den anderen Fachrichtungen des Gärtnerberufs – auf einem guten Niveau. (2017: 6.699). Dennoch stehe der Beruf in hartem Wettbewerb mit weiteren Handwerksberufen als auch mit anderen Berufsgruppen. Hinzu komme, dass junge Menschen heute eher im Warmen und Trockenen arbeiten wollen. Um diesem Trend entgegenzuwirken und um deutlich zu machen, wie abwechslungsreich der Beruf des Landschaftsgärtners ist, hat der BGL vor mehr als 15 Jahren die bundesweite PR- und Imagekampagne ins Leben gerufen. Das Ausbildungsförderwerk Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (AuGaLa) betreibt seit mehr als 20 Jahren Nachwuchswerbung und passt ihre Kampagnen kontinuierlich an die Zielgruppen an. Darüber hinaus starteten der BGL und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Ende 2016 das Projekt GaLaBau Q. Damit sollen u.a. attraktive Weiterbildungsstrukturen zur Sicherung des Fachkräftebedarfs für den GaLaBau geschaffen und das betriebliche Gesundheitsmanagement gefördert werden.

Keine Panik

„Ich würde jetzt nicht panisch werden“, sagt von Wurmb gelassen. Selbst die Suche nach einem adäquaten Ersatz für einen Vorarbeiter, der in den Ruhestand geht, sei vielleicht nicht einfach, hätte jedoch in seinem Betrieb bis dato immer geklappt. Gute Erfahrungen habe er zudem mit Leiharbeitern gemacht, die ihm ein Papenburger Straßenbau- sowie GaLaBau-Unternehmen überlässt und die er ausschließlich in Spitzenzeiten einsetzt. Derzeit unterstützen sechs polnische Leiharbeiter die Osbahr GmbH. Vorsichtig verhalten äußert sich der Unternehmer von Wurmb hinsichtlich der anhaltend guten Auftragslage: „Wir haben im Moment eine echte Spitze. Vor drei Jahren ist es der Branche schon nicht schlecht gegangen und doch war die konjunkturelle Lage kein Vergleich zu heute. Wie lange dieser Boom im GaLaBau und im Wohnungsbau wirklich anhält, ist nicht exakt vorhersagbar.“ Die Zeichen stünden allerdings eindeutig auf Wachstum. Ein gewisser Wohlstand herrsche derzeit, der sich nicht nur im Privatgartenbereich abzeichne: „Geld ist da. Eine Stadt wie Hamburg investiert massiv in den Neubau und in die Sanierung von Schulen. Das liegt sicher auch an Förderprogrammen für die energetische Sanierung von Bestandgebäuden und für den Städtebau“, so von Wurmb. Eine Entwicklung von der nicht nur die Grüne Branche profitieren kann, sondern auch die Öffentlichkeit.

Türen öffnen sich

Im Jahr 2014 legten BGL und die Stiftung Die Grüne Stadt die Charta „Zukunft Stadt und Grün“ auf. Mit der Kampagne „Grün in die Stadt“ knüpfte der BGL 2015 an, um öffentlichkeitswirksam auf die positiven Aspekte von Stadtgrün aufmerksam zu machen. „Unser Ziel war es, dass Grünanlagen in Städten und Kommunen als Grundbedürfnis gesehen und anerkannt werden. Wichtig war auch, deutlich zu machen, dass Sparmaßnahmen nicht zu Lasten des Grüns gehen dürfen. Auf politischer Ebene sind wir in der letzten Legislaturperiode auf offene Türen gestoßen.“, sagte der Unternehmer und BGL-Präsident. Eine gewisse Dynamik habe das Thema entwickelt und es sei viel erreicht worden, was vielleicht auch an der damaligen Umwelt- und Bundesbauministerin Barbara Hendricks gelegen haben mag. Hendricks stellte 2015 das Grünbuch „Grün in der Stadt“ vor. Zwei Jahre später stellte sie das Weißbuch Stadtgrün vor, das beschreibt, mit welchen Maßnahmen der Bund im Rahmen seiner Zuständigkeit die Kommunen unterstützen will, ihre urbane grüne Infrastruktur zu stärken.

In Halle 3A präsentiert der BGL Garten[T]Räume. Unterteilt ist der Stand in die Themenfelder „Urban“, „Privat“ und „Ländlich“.
In Halle 3A präsentiert der BGL Garten[T]Räume. Unterteilt ist der Stand in die Themenfelder „Urban“, „Privat“ und „Ländlich“.

Zukunft Stadtgrün

Mit dem Städtebauförderungsprogramm „Zukunft Stadtgrün“, für das der Bund 2017 erstmals 50 Mio. Euro zur Verfügung gestellt hatte und mit dem Weißbuch Stadtgrün, seien wichtige Schritte im Sinne einer grünen Stadtentwicklung gemacht worden, so von Wurmb. Das Programm soll fortgesetzt werden, aber eine Verdopplung der Finanzhilfen, wie es der BGL und weitere Verbände gefordert hatten, ist im Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2018 nicht vorgesehen. „Der Bund stärkt das Förderprogramm, was wir natürlich begrüßen. Wir werden uns aber weiter dafür einsetzen, dass der Bund 100 Mio. Euro zur Verfügung stellt, um schlechten Zeiten vorzubeugen und das Selbstverständnis zu verfestigen “, erklärte von Wurmb. Für die GaLaBau-Branche bleibe die Entwicklung des öffentlichen Grüns und die Gestaltung einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Stadtentwicklung ein wichtiges Zukunftsthema. „Schätzungsweise arbeiten 98% der Landschaftsgärtner in Städten und Kommunen, ob klein oder groß. Um deutlich zu machen, dass es nicht nur um grünes Wachstum in der Stadt, sondern auch im ländlichen Raum geht, fordern wir – auf Landes- und auf EU-Ebene - „Grün für Stadt und Land“, so von Wurmb.

ELCA etablieren

Auf EU-Ebene gäbe es für die derzeit 23 Mitglieder der European Landscape Contractors Association (ELCA) allerdings noch Einiges zu tun: Mit dem Umzug vor zwei Jahren aus dem Haus der Landschaft in Bad Honnef nach Brüssel sei das hohe Niveau der berufsständischen Arbeit auf EU-Ebene verloren gegangen, erklärte Lutze von Wurmb, der gleichfalls Vize-Präsident der europäischen Vereinigung der Landschaftsgärtner ist. Der Prozess die ELCA im politischen Brüssel als starke europäische Vereinigung professionell aufzubauen, sei bereits in Gang gesetzt worden. „Ohne ein europäisches Miteinander geht es meiner Meinung nach auch nicht. Am Ende wird schließlich in Brüssel entschieden, was grenzüberschreitend geregelt werden muss, wie z.B. der Pflanzenschutz“, betont von Wurmb. Viele Gespräche hätten bereits stattgefunden. Zudem unterstütze eine neue Büroleiterin in Brüssel seit einem halben Jahr die ELCA-Geschäftsstelle effektiv. In ihrer Schnittstellenfunktion sorge sie für den Informationsaustausch der Mitgliedsländer, koordiniere Exkursionen, sei Ansprechpartnerin für den Austausch junger Landschaftsgärtner in Europa u.v.m. Emmanuel Mony ist seit 2010 ELCA-Präsident und ehemaliger Präsident des französischen GaLaBau-Verbandes Union Nationale des Entrepreneurs du Paysage (UNEP). Einer der Verbände, der laut von Wurmb, ähnlich strukturiert ist wie der BGL: Von EU-Land zu Land würden sich die Vorstellungen einer „grünen“ Verbandsarbeit unterscheiden und zusätzlich seien die Strukturen nicht vergleichbar. „Anders als in Deutschland besteht z.B. in Österreich eine Pflichtmitgliedschaft von Landschaftsgärtnern in einer Innung; Länder wie z.B. Frankreich erholen sich erst jetzt so langsam von der Wirtschafts- und Finanzkrise und einige Verbände sind deutlich kleiner. „Dazu muss man auch sagen, dass die Arbeit des BGL mit den Landesverbänden nicht Durchschnitt ist. Wir bieten unseren Mitgliedsbetrieben viel – von der Rechtsberatung bis zur Schulung – und wir sind in der Lage, bundesweit öffentlichkeitswirksame Kampagnen zu fahren“, so von Wurmb.

Starke Landesverbände

Das Engagement der Landesverbände sei enorm hoch und darüber hinaus gehe es der grünen Branche außerordentlich gut – und dieser Status solle nicht nur gehalten werden. „Ich wünsche mir, dass es der Branche und dem Berufsstand in fünf Jahren besser geht als heute und das wir etwas erreicht haben, was z.B. die Umsetzung des Projekts GaLa-Q und die Akquise von Mitarbeitern und Azubis betrifft.“ Bis auf ein paar Dellen wachse der Landschaftsbaubereich seit fast 70 Jahren. Ziel der ehrenamtlichen Arbeit des Unternehmerverbandes sei es, dieses Marktumfeld stabil zu halten und sich dafür einzusetzen, dass die Fachbetriebe unabhängiger von konjunkturellen Einflüssen arbeiten können, so von Wurmb. Leistungsstark sei die grüne Branche allemal und die mit ihr verbundene Industrie ebenso. Das wird auf der GaLaBau-Messe eindrücklich gezeigt und auch gewürdigt.

Bereits zum neunten Mal findet der bundesdeutsche Berufswettbewerb „Landschaftsgärtner-Cup“ im Rahmen Messe statt. Auch in diesem Jahr wird der Wettbewerb wieder im Messepark stattfinden.
Bereits zum neunten Mal findet der bundesdeutsche Berufswettbewerb „Landschaftsgärtner-Cup“ im Rahmen Messe statt. Auch in diesem Jahr wird der Wettbewerb wieder im Messepark stattfinden.

BGL baut in Nürnberg „Garten [T]Räume“

„Auf der GaLaBau zeigen wir auf dem etwa 1.600 m2 großen BGL-Messestand in Halle 3A, was wir Gärtner können“, sagt von Wurmb. Unterteilt ist das Garten [T]Räume Areal in die drei Felder „Urban“, „Privat“ und „Ländlich“: Ein Dreiklang, der laut von Wurmb das Thema Grün für Stadt und Land darstellt. Im Zentrum des Areals steht der Privatgarten. Schwerpunkte sind hier u.a. „smart gardening“ und „Wellness“. Denn: „Grundsätzlich ist festzustellen, dass das Thema Lebensqualität auch auf den eigenen Garten übertragen wird. Individuelle und qualitativ hochwertige Lösungen wie z.B. Outdoor-Küchen oder smart gardening, die für eine stärkere Verbindung von Innen- und Außenraum sorgen, sind absolut im Trend“, so der BGL-Präsident. Das Thema begrünte Vorgärten, für die der BGL mit seiner Initiative „Rettet den Vorgarten“ sensibilisiert, wird in diesem Bereich ebenfalls präsentiert. Eine Hochhauskulisse, Potentiale von Dach- und Fassadenbegrünungen, das Thema Regenwassermanagement sowie die E-Mobilität werden im Bereich „Urban“ aufgegriffen. Renaturierung und Nutzgarten sind die Themenfelder des Areal „Ländlich“. „Wir zeigen Entwicklungen auf, schaffen eine Anlaufstelle für alle Kollegen und laden zum Austausch in entspannter Atmosphäre in unsere Cafeteria ein“, so von Wurmb. Auf dem Messestand präsentieren sich zudem u.a. die BGL-Landesverbände, die Einkaufsgesellschaft der Bauwirtschaft (Bamaka), die GaLaBau-Service GmbH und das Ausbildungsförderwerk Garten- und Landschaftsbau (AuGaLa). Für weiteren Input sorgt ein vielseitiges Rahmenprogramm. Wie erstmals auf der GaLaBau 2016 umgesetzt, wird es auf dem neu gestalteten BGL-Stand 111 auch in diesem Jahr wieder ein GaLaBau Experten-Forum geben. Kurzvorträge, vom Schwimmteichbau, über die Neuerungen der FLL-Gewässerabdichtungsempfehlungen bis hin zum Einsatz von Drohnen im GaLaBau, stehen auf dem Programm – diesmal auch mit einigen englischsprachigen Beiträgen. Zusätzlich zu den kurzen Impulsvorträgen, die laut von Wurmb „quasi im Vorbeigehen Wissen vermitteln“ werden hier auch Preisverleihungen stattfinden.

Preisverleihungen im GaLaBau-Experten-Forum

Am Mittwoch, dem ersten Messetag, zeichnet der BGL wieder Innovationen für den Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau mit der „GaLaBau-Innovations-Medaille“ aus. Neue und fortschrittliche Lösungen technischer Probleme bei Produkten oder Verfahren für den Bau und die Pflege landschaftsgärtnerischer Anlagen werden mit der Medaille auf besondere Art und Weise anerkannt. Zudem wird ein innovatives Projekt mit dem Internationalen ELCA-Trendpreis „Nachhaltiges Bauen und Pflegen mit Grün“ gewürdigt. In diesem Jahr wird ein Projekt aus den Niederlanden vom europäischen Branchenverband prämiert. Der BGL Bildungspreis, der Nachwuchskräfte würdigt, die sich durch sehr gute Leistungen in der Aus- oder Weiterbildung sowie über ihren Einsatz für den Berufsstand auszeichnen, wird am Folgetag ein weiteres Highlights am BGL-Stand sein.

Um den Nachwuchs geht es auch beim „Landschaftsgärtner-Cup“: Auf einer Aktionsfläche im Messepark treten die besten Zweierteams der zwölf BGL-Landesverbände an und wetteifern um den Deutschen Meistertitel. Das Meisterteam der angehenden Landschaftsgärtner darf dann an der Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills“ teilnehmen, die 2019 im russischen Kazan ausgetragen wird. Die Siegerehrung des Landschaftsgärtner Cups 2018 findet im Bereich der Aktionsfläche am Messefreitag am Nachmittag statt. Auf die Frage, ob angesichts des Fachkräftebedarfs der Cup für angehende Landschaftsgärtner geöffnet werden sollte, deren Betriebe nicht im BGL organisiert sind, sagt von Wurmb: „Ein gewisses Maß an Exklusivität darf der Verband seinen Mitgliedsbetrieben meiner Meinung nach bieten.“

Treffpunkt der jungen Landschaftsgärtner-Generation ist auf der Messe das Galabau Camp in Halle 3. Unter dem Motto „Gemeinsam Wachsen“ stehen Vernetzung, Austausch und Kooperation im Fokus des Camps. Die Arbeitsgemeinschaft junger Gärtner (ADJ) ist hier genauso vertreten wie auch der BGL und die Inifes gGmbh, die gemeinsam über das Weiterbildungsprojekt “GaLa-Q“ informieren. Für Fußballspaß sorgen eine „reale“ Torwand und VR-Brillen, die das Fußballerlebnis digital visualisieren. Infos gibt es unter www.galabaucamp.de sowie auf Facebook www.facebook.com/galabaucamp.
Das Programm für das der BGL als ideeller Träger der grünen Leitmesse verantwortlich zeichnet und weitere Veranstaltungen finden Interessierte auf der Website www.galabau-messe.com/programm.