Ampel für E-Mobilität steht auf Grün

AACHEN, 14.09.2018 – Immer mehr Kommunen, Handwerker und Unternehmen verabschieden sich von ihren alten Dieselflotten und setzen auf E-Mobile. Die StreetScooter GmbH hat sich auf dieses Mobilitätskonzept spezialisiert und bietet die elektrischen Nutzfahrzeuge für immer mehr Anwendungsbereiche an.

StreetScooter Work L mit Drei-Seiten-Kipper.
StreetScooter Work L mit Drei-Seiten-Kipper.

Schadstoffgrenzwerte, Dieselfahrverbote: Elektromobilität wird in Deutschland immer wichtiger – vor allem für Gemeinden, Handwerksbetriebe und Unternehmen, die oft noch mit Dieselflotten unterwegs sind. „Der Einsatz von E-Mobilität bei kommunalen Nutzfahrzeugen bietet den Städten und Gemeinden die Möglichkeit, mit dem eigenen Fuhrpark einen Beitrag zu emissionsarmer und nachhaltiger Mobilität zu leisten“, sagt Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB). Er sieht dabei Verwaltung und Politik in der Vorbildfunktion: „Städte und Gemeinden nehmen gerade bei der Etablierung dieser neuen, klimaschonenden und emissionsarmen Mobilitätsform eine Schlüsselrolle ein. Sie sind Multiplikatoren innovativer und nachhaltiger Konzepte und Technologien.“

In Bonn fahren bereits fünf Elektromobile der Marke StreetScooter für das Grünflächenamt, weitere sollen folgen. Oberbürgermeister Ashok Sridharan ist zufrieden: „Die Rückmeldungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind überzeugend. Die StreetScooter sind absolut alltagstauglich und haben auch genug Reichweite, um die im täglichen Einsatz erforderlichen Strecken zurückzulegen. Auch das Handling bewerten die Fahrerinnen und Fahrer sehr positiv.“

Ressourcen schonen und Geld sparen

Der Umstieg auf Elektromobilität ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch fürs Budget. Bund und Länder haben Förderprogramme aufgelegt, die dazu beitragen, Kosten zu senken. Nordrhein-Westfalen zum Beispiel bezuschusst Kommunen den Kaufpreis von elektrisch betriebenen Nutzfahrzeugen mit bis zu 40 %. Der Umweltbonus kommt bundesweit für Unternehmen und Verwaltungen mit eigener Rechtspersönlichkeit zum Tragen.

Steuerlast und Betriebskosten sind beim StreetScooter laut Hersteller niedriger als bei vergleichbaren Dieseltransportern: 60 bis 70 % lassen sich bei den Energiekosten einsparen, Aufwände für Wartung und Reparatur sind 60 bis 80 % geringer. Gerade Reparatur- und Serviceleistungen sind im Automobilbereich teuer. An Nutzfahrzeugen entstehen oft Bagatellschäden, die Folge sind bei herkömmlichen Modellen meist lange und teure Werkstattaufenthalte.

Den StreetScooter gibt es in verschiedenen Aufbauvarianten, die sich je nach Bedarf individualisieren lassen. | Fotos: StreetScooter
Den StreetScooter gibt es in verschiedenen Aufbauvarianten, die sich je nach Bedarf individualisieren lassen. | Fotos: StreetScooter

Beim StreetScooter sind die angebauten Fahrzeugteile aus einem speziellen Gewebekunststoff gefertigt, der komplett durchgefärbt ist. Kleinere Kratzer oder Beulen sieht man dadurch nicht sofort und es kann auch nichts rosten. Wenn doch einmal ein Karosserieteil ausgetauscht werden muss, geht das durch den modularen Aufbau nach dem Baukastensystem schnell und günstig. Die ersten Versicherer offerieren aufgrund der niedrigeren Reparaturkosten bereits Sondertarife für den StreetScooter.
Bonns Oberbürgermeister Sridharan bestätigt: „Der Haushalt wird durch die Beschaffung der StreetScooter nicht stärker belastet, im Gegenteil. Insbesondere auf lange Sicht rechnen wir mit geringen Fuhrparkkosten durch den Einsatz der Elektrotransporter. Schließlich spart unsere Stadtverwaltung bei Reparatur- und Energiekosten, aber auch bei den Steuern ganz erhebliche Summen.“

Ladestation wird mitgeliefert

Die dazugehörige Ladeinfrastruktur und Unterstützung bei deren Einrichtung gibt es vom Hersteller. Das Infrastrukturangebot ist ganz auf den Kunden zugeschnitten, angefangen von der Wallbox für das Laden einzelner Fahrzeuge bis hin zu kompletten Flottenlösungen. Als Anschluss nutzen die Fahrzeuge einen Standardstecker Typ 2, der seit 2017 EU-weit für Normalladepunkte vorgesehen ist. Der StreetScooter ist bezüglich des dabei verwendeten dreiphasigen Wechselstroms bis 63 Ampere komplett abwärtskompatibel. So ist ein Ladevorgang auch an nahezu jeder öffentlichen Stromtankstelle möglich.
Beim Aufbau der Infrastruktur können die Experten der StreetScooter GmbH auf reichlich Erfahrung verweisen: Mehr als 7.000 Ladepunkte entstanden bereits gemeinsam mit anderen Dienstleistern für das Mutterhaus Deutsche Post, deren hundertprozentige Tochter das Unternehmen ist. Als Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Bonner Logistikkonzern und der RWTH Aachen gestartet, ist der StreetScooter inzwischen eine echte Erfolgsgeschichte. So entstand neben dem Stammwerk eine zweite Fabrik in Düren, um die große Nachfrage abzudecken. Das emissionsfreie Fahrzeug hat seine Alltagstauglichkeit schon bewiesen: Über 6.000 StreetScooter sind bereits bei der Deutschen Post in der Paketzustellung im Einsatz, haben mehr als 30 Millionen Kilometer zurückgelegt und sparen dabei im Jahr rund 20.000 t CO2 ein.

Passgenau auch für Garten- und Landschaftsbau

Die Besonderheit des StreetScooters ist dessen Flexibilität: „Wir wollen den Nutzern in Kommunen, Handwerksbetrieben und Unternehmen ein passgenaues Fahrzeug anbieten, eben ein Werkzeug, das ihre Arbeitsabläufe wirklich erleichtert“, sagt Achim Kampker, CEO der StreetScooter GmbH. Die Kunden können ihren StreetScooter individuell zusammenstellen – ob mit Pritsche, mit Box, mit Kipper, ganz nach den jeweiligen Bedürfnissen und der Branche.

Speziell für den Garten- und Landschaftsbau gibt es zudem eine Variante, die sich als fahrende Steckdose nutzen lässt: Elektrische Gartengeräte können im Stand oder während der Fahrtzeit von einem zum nächsten Einsatzort aufgeladen werden. Die individuelle Konfigurierbarkeit kommt gut an. „Im Bereich der E-Nutzfahrzeuge sind wir so Marktführer geworden“, erklärt Kampker. Die StreetScooter haben eine Reichweite von 200 km, es sind Höchstgeschwindigkeiten von 120 km/h und eine Zuladung von bis zu 900 kg möglich.

Innovative Mobilität

Nach und nach kommen beim StreetScooter immer mehr Anwendungsbereiche hinzu. Der nächste noch größere Transporter mit 20 m3 Ladevolumen wird bald folgen: der „Work XL“. Das Projekt wird gemeinsam mit Ford realisiert, es handelt sich um ein Ford-Fahrgestell mit Kofferaufbau und Elektroantrieb.
StreetScooter plant zudem ein Fahrzeug mit Brennstoffzelle, mit dem auch 500 bis 700 km Reichweite kein Problem mehr darstellen. Das innovative Unternehmen arbeitet derzeit auch intensiv am Thema Autonomes Fahren. Im Test ist ein selbstfahrender Transporter, der langsam hinter dem Zusteller herfährt. Durch diese Follow-me-Funktion muss der Fahrer nicht die ganze Zeit für winzige Strecken immer wieder ein- und aussteigen.