Diehl Metall: GFK-Lining bringt Kanalsystem auf Vordermann

NÜRNBERG, 14.07.2015 – Ein Händchen für größte Genauigkeit unter Zeitdruck war für die anspruchsvolle Sanierung am Kanalnetz des Werksgeländes Röthenbach von Diehl Metall nötig. Dabei sollte die Produktion so wenig wie möglich eingeschränkt werden.

eingezogener GFK Liner von Diehl Metall
Der eingezogene Liner vor dem Aufstellen mittels Druckluft | Fotos: Saertex multiCom GmbH

Für die Ausführung der Arbeiten vertraute der Halbzeugproduzent Diehl auf das Know-how der Firma Mennicke. Neben der Erneuerung eines 18 Meter langen Kanals DN 300 auf dem Werksgelände musste ein 13 Meter langer Abwasserkanal DN 300 außerhalb des Geländes in Stand gesetzt werden. Da dieser sehr viel Abwasser führte, musste Mennicke die Zuleitung zum Kanal kurzfristig sperren und das Team zügig arbeiten, um die Produktionsabläufe von Diehl nicht zu beeinträchtigen.

Spätschichten für eine reibungslose Sanierung

Die eigentliche Herausforderung war allerdings die Sanierung eines 249 Meter langen Betonkanals DN 500-600, der teilweise unterhalb der Produktionshalle verlief. Dadurch lag der Endschacht für die Sanierung innerhalb der Halle, in der Diehl seine Logistik untergebracht hat. Tagsüber herrscht dort ständiger Lkw-Verkehr. Das Zeitfenster für die Bauausführung war hier deshalb besonders eng gesteckt, und der Großteil der Arbeit musste auf die ruhigeren späten Abendstunden verlegt werden. „Dank guter Planung der Baustelle seitens Mennicke musste die Durchfahrtstraße nur zu einem Drittel gesperrt werden, so dass der Verkehr trotzdem ungehindert fahren konnte“, sagt Gerhard Grünewald, zuständig für die Instandhaltung bei Diehl.

 Über einen Schlauch wird Druckluft in den eingezogenen Liner eingeleitet.
Über einen Schlauch wird Druckluft in den eingezogenen Liner eingeleitet. Dieser stellt sich auf und legt sich nahtlos an das Altrohr an.

Passgenau durch UV-Licht

Die Arbeiten selbst umfassten neben Vorabarbeiten, wie der gründlichen Reinigung und TV-Untersuchung der Kanäle, auch die stellenweise Durchführung zusätzlicher Fräsarbeiten sowie den Einsatz eines KA-TE Roboters, mit dem Mennicke Hindernisse, wie Scherben oder Wurzeleinwüchse, aus den Haltungen entfernte. Nach dem passgenauen Einbringen der GFK-Liner durch UV-Lichtaushärtung wurde der gesamte Sanierungsabschnitt vor der Abnahme mittels TV-Befahrung gründlich dokumentiert. Eine Inbetriebnahme der Kanäle war nach jeder Sanierung sofort möglich. In diesem Jahr ist bereits eine weitere Sanierungsmaßnahme in Planung.
bi