Planer-Umfrage:

Vermehrter Starkregen führt zum Umdenken

DONAUESCHINGEN, 09.07.2015 – Über 90 % der Planer, die sich schon mal mit der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung befasst haben, haben damit gute Erfahrungen gemacht, 97 % erwarten eine gleichbleibende bzw. verstärkte Nachfrage danach. Das hat eine bundesweite Marktstudie der Mall GmbH ergeben.

Eine Auswirkung des Klimawandels ist die Zunahme von Starkregen
Regenwasser- bewirtschaftung bietet Chancen, die Auswirkungen dieser Starkregenereignisse zu mindern. | Foto: Mall
Planerumfrage von Mall, Grafik Nachfrageentwicklung
97 % der Studienteilnehmer erwarten eine gleich-
bleibende bzw. verstärkte Nachfrage nach Regen-
wasserbewirtschaftung. | Grafik: Mall
Im Mai stellte die Mall GmbH die Marktstudie zur dezentralen Regenwasserbewirtschaftung vor, für die sie Antworten von 1.900 Architekten, Ingenieuren und Behördenvertretern ausgewertet hatte, die sich mit dem Thema Regenwasser beschäftigen. Ziel war es herauszufinden, wie die Branche die Zukunftschancen dezentraler Maßnahmen einschätzt.
Der Klimawandel führt dazu, dass altbewährte Entwässerungssysteme die plötzlich ansteigenden Niederschlagsmengen nicht mehr aufnehmen können. Die Siedlungswasserwirtschaft setzt deshalb auf eine dezentrale Regenwasserbewirtschaftung, die hilft, die Versiegelung neuer Flächen deutlich zu reduzieren, die Abwasserkanäle entlastet, Kosten senkt, Trinkwasservorräte schont und den Eintrag von Umweltgiften ins Grundwasser vermindert. Die Studie bestätigt, dass im Hinblick auf diese Forderungen weitgehender Konsens besteht: So haben 90 % der Teilnehmer bereits gute Erfahrungen mit dem dezentralen Umgang mit Regenwasser gemacht, und zwar vor allem mit Maßnahmen zur Versickerung und Rückhaltung. Themen der Zukunft sind Starkregen, Regenwasserversickerung und -behandlung sowie die Gestaltung des urbanen Stadtklimas. Die Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.
bi