Rutschfester Abschlag am Golfplatz dank Spezialbeschichtung

BIBLIS-WATTENHEIM, 27.09.2018 – In Biblis-Wattenheim wurden 490 m2 Steinfliesen der Driving Range mit GriP AntiRutsch beschichtet. Eine von der GriP Safety Coatings AG eigens entwickelte Spritztechnik für große Areale steckt dahinter. Was ist die Besonderheit dieser Beschichtung?

Das transparente Antirutsch-Sicherheits-System erzeugt eine leicht raue Oberfläche. | Foto: GriP Safety Coatings
Das transparente Antirutsch-Sicherheits-System erzeugt eine leicht raue Oberfläche. | Foto: GriP Safety Coatings

Der Heimatplatz des Lufthansa Golfclubs ist einer der größten Golfanlagen Hessens und gehört zum Verbund Golf absolute. Doch auf der großzügigen Driving-Range zeigte sich ein Problem: Witterungsbedingt wurden die Fliesen so rutschig wie auf einer Eislaufbahn. „Wenn es regnete oder nieselte und der Boden nass wurde, war das extrem rutschig für die Sportler“, erinnert sich Dirk Weiland, Geschäftsführer der Golfanlagen Weiland GmbH mit Sitz in Mannheim. Der Golfplatz in Biblis-Wattenheim ist eine von zehn Golfanlagen, die das Unternehmen betreibt. Über die Klassifikation der Fliesenhersteller ärgert sich der Golfplatzbetreiber, da die angebliche Eignung zwar versprochen wurde, sich aber nicht bewahrheitete.

Die Norm bei Fliesen komme in Sachen Rutschfestigkeit nicht mal annähernd an die Erwartungen der Nutzer heran: „Dass es mit den Fliesen im Außenbereich so schlimm wird, hatte ich nicht erwartet. Es wäre besser gewesen, alles zu pflastern.“ Vor allem wenn die Golfer mit ihren Stollenschuhen das beige-graue Feinsteinzeug betraten, war es witterungsbedingt oft viel zu rutschig. Weiland: „Aber auch mit Turnschuhen trat das Problem auf. Die Driving Range wurde zur Schlittschuhbahn.“ Was also tun? Die großformatigen Fliesen entfernen? Da das Material im Mörtelbett verlegt und verfugt wurde, hätte der Umbau mehrere Wochen gedauert. So lange sollte der Abschlagplatz jedoch nicht geschlossen bleiben. Im Internet wurde Weiland fündig und bestellte sich GriP AntiRutsch als Do-It-Yourself-Set zum Ausprobieren. „Von dem Ergebnis war ich überzeugt. Die leicht raue Oberfläche und das transparente Material erschienen mir als optimal.“ Das Antirutsch-Sicherheits-System ist eine wasserbasierte Zwei-Komponenten Beschichtung. Sie kann auf Flächen jeder Art aufgetragen werden und ist bereits nach zwölf  Stunden benutzungsbereit.

Grundreinigung nötig

Bei der Driving Range ging es darum, insgesamt 490 m2 Steinfliesen zu beschichten. Zuständig für die Anbringung war Dieter Stelker, technischer Leiter der GriP Safety Coatings AG. Er kümmerte sich im Vorfeld um die maschinelle Grundreinigung der Oberfläche und die anschließende Applikation des Materials. „Um solche großflächigen Areale rutschfest zu machen, haben wir eine eigene Spritztechnik entwickelt.“ An einen Kompressor wird eine Spritzpistole angeschlossen, diese hat eine entsprechende Düsenvorrichtung, durch die das Granulat durchläuft. In diesem Fall wurde GriP AntiRutsch-Beschichtung Boden mit der Rutschsicherheitsklasse R11 verwendet. Nach drei Tagen war die Beschichtung fertig. Die Weiland GmbH hat in das Projekt 25.000 Euro investiert. „Nun bin ich gespannt, wie lange das Produkt hält und die Oberfläche so gut rutschfest bleibt“, sagt Dirk Weiland. Dazu der Hersteller: „Dort, wo die Zuschauer sitzen, hält GriP AntiRutsch weit mehr als zehn Jahre. Und dort, wo es mehr Frequenz durch die Golfer gibt, wird sich nach fünf bis sieben Jahren eine Abnutzung zeigen.“ Dann sei eine unkomplizierte partielle Erneuerung an bestimmten Stellen möglich.