Mehr Umsatz für Wacker Neuson

KIEL, 05.10.2018 – Die Wacker Neuson Group hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Mit einem Plus von acht Prozent erreichte der Konzern im ersten Halbjahr 2018 einen neuen Umsatzrekord von 825 Millionen Euro.

Wacker Neuson Hauptsitz in München
Wacker Neuson wächst seit Jahren kontinuierlich. Und gerade in Asien schöpft der Konzern sein Potenzial noch nicht annähernd aus. | Foto: Wacker Neuson

Treiber des Umsatzwachstums waren vor allem die anhaltend hohe Nachfrage in der Bauwirtschaft und die gute Entwicklung der europäischen Landwirtschaft. Dämpfend wirkten Engpässe bei einigen Zulieferern, wodurch Maschinen für Kundenaufträge nicht vollständig fertiggestellt werden konnten. In dem für den Konzern größten Absatzmarkt Europa (73 Prozent des Konzernumsatzes) legte der Umsatz im ersten Halbjahr 2018 um acht Prozent auf 599 Millionen Euro zu. Dazu trug laut Wacker Neuson unter anderem auch das Wachstum des Wartungs- und Ersatzteilgeschäfts bei.

Schwacher Dollar dämpft

In der Region Amerikas konnte der Umsatz, bedingt durch die hohe Investitionstätigkeit der nordamerikanischen Vermietketten und den guten Absatz von Kompaktmaschinen, um neun Prozent auf 202 Millionen Euro gesteigert werden. Währungsbereinigt, also ohne den Einfluss des schwachen US-Dollars, lag der Umsatzanstieg allerdings bei 21 Prozent. „Schlüsselprodukt bei den Kompaktmaschinen ist unser in den USA produzierter Kompaktlader, der uns hilft, auch mit anderen Produkten wie Baggern und Dumpern verstärkt Marktanteile in der Region zu gewinnen“, erklärt Martin Lehner, Vorstandsvorsitzender der Wacker Neuson SE. Auch in Asien-Pazifik verdarb die Stärke des Euro Wacker Neuson die Bilanz: Der Umsatz stieg statt um elf unter dem Strich nur um vier Prozent auf 24 Millionen Euro.

Profitabilität deutlich gesteigert

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg im ersten Halbjahr deutlich um 28 Prozent und erreichte 78 Millionen Euro nach 61 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2017. Der gestiegene Umsatz, eine strikte Kostendisziplin und interne Prozessverbesserungen wirkten sich hier positiv aus. Dämpfend wirkten Materialengpässe auf Lieferantenseite, die den Produktionsfluss in den Werken belasteten, sowie gestiegene Materialpreise. Laufende Restrukturierungen des amerikanischen Werksverbundes und der Anlauf der Produktion im neuen Werk Pinghu, China, drückten ebenfalls auf die Produktivität.

Prognose für 2018 bestätigt

„Mit der derzeit guten Situation in der internationalen Bau- und Landwirtschaft sind unsere wichtigsten Zielmärkte intakt, unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt“, sagt Lehner. Das Unternehmen erwartet für das Geschäftsjahr 2018 eine Umsatzsteigerung von acht bis elf Prozent auf 1,65 bis 1,70 Milliarden Euro und eine EBIT-Marge in der Spanne von neun bis zehn Prozent. Unsicherheiten bestehen weiterhin in der angespannten Situation der Zulieferbranche sowie bei der Entwicklung der Währungskurse, insbesondere des US-Dollars.