Ab Januar 2019: Mindestlohn steigt schrittweise

BERLIN, 09.11.2018 - Das Bundeskabinett hat beschlossen, dass der gesetzliche Mindestlohn ab dem 01.01.2019 von 8,84 Euro auf 9,19 Euro und ab dem 01.01.2020 auf 9,35 Euro brutto pro Stunde steigt.

Abbildung: Bundesregierung

Das Bundeskabinett hat am 31. Oktober 2018 die schrittweise Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns beschlossen. Die Verkündung der "Zweiten Verordnung zur Anpassung der Höhe des Mindestlohns" soll noch in diesem Jahr im Bundesgesetzblatt erfolgen, so dass die von der Mindestlohnkommission am 26. Juni 2018 beschlossene Erhöhung ab 1. Januar 2019 gilt.

Mindestlohn ist Voraussetzung für öffentlichen Auftrag

Ab 1. Januar 2019 sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Lohn von mindestens 9,19 Euro, ab dem 1. Januar 2020 9,35 Euro brutto je Stunde bekommen.

Unternehmen, die unter Mindestlohn bezahlen, müssen mit einer Geldbuße von bis zu 500.000 Euro rechnen. Arbeitgeber, die die Arbeitszeiten nicht ordentlich dokumentieren, können mit bis zu 30.000 Euro bestraft werden. Außerdem kann das Unternehmen von der Vergabe öffentlicher Aufträge ausgeschlossen werden.

Ob Arbeitgeber den Mindestlohn einhalten wird durch den Zoll kontrolliert. Um die konsequente Umsetzung des Mindestlohns sicherzustellen soll der Zoll mehr Personal erhalten: Für diese Legislaturperiode sind 7.500 zusätzliche Stellen beim Bund in den Sicherheitsbehörden geplant.

(Quelle: Bundesregierung, BMAS) | B_I MEDIEN