Neuheit von Steinzeug-Keramo: Mit RE-System Rohrverbindungen zuverlässig erkennen

FRECHEN, 16.11.2018 – Steinzeug-Keramo bietet in Verbindung mit Außenmanschettendichtungen und Rohrkupplungen ein Rohrverbindungserkennungssystem, dass bei der Auswertung von späteren Kamerabefahrungen Fehlinterpretationen der Bilder solcher Verbindungsstellen ausschließt.

von Artur zu Eulenburg

Mit dem RE-System gekennzeichnete Reparaturstelle in einem Schmutzwasserkanal der Stadt Delbrück.
Klar zu erkennen: Mit dem RE-System gekennzeichnete Reparaturstelle in einem Schmutzwasserkanal der Stadt Delbrück. | Foto: Stadt Delbrück

Delbrück ist eine Kleinstadt mit 32.500 Einwohnern in der Nähe von Paderborn. Die Flächengemeinde mit zehn Ortslagen unterhält ein Kanalnetz mit einer Länge von rund 240 km. Die Entwässerung erfolgt überwiegend im Trennsystem und bei den Schmutzwasserkanälen ist Steinzeug das vorherrschende Rohrmaterial.

Frühere Fehlinterpretationen

Zu den etablierten Sanierungsverfahren gehört die partielle Erneuerung in offener Bauweise, bei der nicht das komplette Rohr, sondern nur der schadhafte Rohrabschnitt ausgetauscht wird. Die Einbindung und Abdichtung des neuen Passstückes erfolgt mit außen liegenden Manschetten. Bei einer späteren Kamerabefahrung lässt sich bei dem von innen erkennbaren Spalt unter Umständen nicht eindeutig beurteilen, ob es sich um eine Reparaturstelle oder um einen Schaden handelt.
Ein solcher Irrtum liegt in Delbrück schon Jahre zurück: Bei der Kamerabefahrung eines Steinzeugkanals stellte der Inspekteur einen umlaufenden Radialriss fest. Um den Schaden zu beheben, wurde ein Kopfloch gegraben und dabei stieß man auf eine mit einer außen liegenden Manschette abgedichtete Reparaturstelle.

Die Kunststoffclips lassen sich mit minimalem Aufwand in der Rohrverbindungsstelle montieren. Anhand der Farbe lässt sich der eingesetzte Manschettentyp identifizieren.
Genial einfach: Die Kunststoffclips lassen sich mit minimalem Aufwand in der Rohrverbindungsstelle montieren. Anhand der Farbe lässt sich der eingesetzte Manschettentyp identifizieren. | Foto: Steinzeug-Keramo


Kennzeichnung mit Kunststoffclips

Um solche Fehlinterpretationen zu verhindern, bietet Steinzeug-Keramo in Verbindung mit den Manschetten vom Typ 2B und den Edelstahl-Kupplungen N/H ein Rohrverbindungserkennungssystem. Das patentierte RE-System ist denkbar einfach, und zuverlässig. Es besteht aus einem farbigen Kunststoffclip, der vor der Montage der Manschette im Rohrscheitel in den Verbindungsspalt geschoben wird und sich dort an die Innenwand des Kanals legt. Die Fixierung erfolgt in Sekundenschnelle von außen und sorgt zusammen mit der darüber liegenden Dichtung für den hochdruckspülbeständigen Sitz der Markierung.
Auf diese Weise wird die mit der Außenmanschette hergestellte Rohrverbindung für den Inspekteur eindeutig und klar erkennbar gekennzeichnet. Zusätzlich ist auch nachträglich auf dem Inspektionsvideo erkennbar, welcher Manschettentyp an der betreffenden Stelle eingebaut wurde. Dem steht ein marginaler Aufwand an Arbeit und Kosten gegenüber.

Kostenlos: Das RE-System gehört zum Lieferumfang der Edelstahl-Kupplung N/H und Manschettendichtungen Typ 2B von Steinzeug-Keramo. | Foto: Steinzeug-Kermo

Zusätzliche Sicherheit

In Delbrück nutzt man das RE-System konsequent, seit es vor etwa sieben Jahren auf den Markt kam. Seitdem ist es bei entsprechenden Reparaturarbeiten an Steinzeugkanälen ein fester Bestandteil der Ausschreibungen.
In den älteren Kanalkatastern sind solche Reparaturstellen unter Umständen gar nicht erfasst. Aber auch die neuen Datenbanken sind nur so gut, wie die eingepflegten Daten. Deshalb sieht man in Delbrück auch für die Zukunft im RE-System den Nutzen einer zusätzlichen Sicherheit, um Reparaturstellen und nachträgliche Anbindungen mit minimalem Aufwand und mit großer Zuverlässigkeit zu markieren.
Inzwischen sind geschätzt zwischen 100 und 200 dieser Clips im Delbrücker Kanalnetz zu finden. Die Vorteile seien klar erkennbar und den minimalen Aufwand allemal wert, ist man in Delbrück überzeugt. bi