Radon-Sanierung: TOP 100-Innovationspreis für Radea

HILPOLTSTEIN, 29.06.2015 – Als eines der innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand wurde die Radea GmbH am 26. Juni auf dem Deutschen Mittelstands-Summit in Essen ausgezeichnet. „Top 100“-Mentor Ranga Yogeshwar ehrte das Hilpoltsteiner Unternehmen, das sich mit der Radon-Sanierung von Immobilien befasst, mit dem „Top 100“-Siegel.

Dirk Jung, Geschäftsführer der Radea GmbH
Ausgezeichnet für Innovationskraft: Radea-Geschäftsführer Dirk Jung ist geprüfte Radon-Fachperson und gründete einen Verbund von Spezialisten für die Bekämpfung der tückischen Radon-Strahlung. | Foto: bi/bb
TOP 100-Trophäe
Die "TOP 100"-Auszeichnung wird seit
20 Jahren verliehen.

Die Radea GmbH ist ein Hidden Champion im doppelten Sinne: Zum einen ist das Familienunternehmen Marktführer in Deutschland, ohne einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu sein. Zum anderen sind die Hilpoltsteiner in einem Geschäftsfeld tätig, das alle Menschen betrifft, obwohl es kaum jemand weiß: Radea beschäftigt sich mit der Radon-Sanierung von Immobilien – Radon ist nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Jedes Jahr sterben daran in der EU 20.000 Menschen. Das unsichtbare, geruchlose Gas entsteht beim Zerfall von Uran und strömt überall auf der Welt aus dem Erdreich. Es dringt durch Gebäudefundamente in Wohnungen ein und belastet die Luft zum Teil so stark, dass sich radioaktive Zerfallsprodukte in den Lungen der Bewohner ablagern. Bei starker Konzentration für das zum Krebs.
Früher als andere erkannte Dirk Jung das Geschäftspotenzial aus der Bekämpfung dieser Gefahr. Der auf technische Gebäudesanierungen spezialisierte Geschäftsmann ließ sich zur geprüften Radon-Fachperson ausbilden und gründete mit Geräteherstellern und Zulieferern einen Verbund von Spezialisten für die Bekämpfung dieser tückischen Strahlung, die Radea Union. Mit hohem Innovationstempo entwickelten die Bayern Radonsauger, radondichte Ringabdichtungen, radonfeste Wandfarben und entsprechende Schutzfolien für Gebäudefundamente.
Die erst 2012 gegründete Radea beschäftigt acht Mitarbeiter und wächst rasant. „Unsere guten Ideen und ihre schnelle Umsetzung sind ein entscheidender Wettbewerbsfaktor für uns“, erklärt Geschäftsführer Jung. „Deshalb investieren wir viel Zeit und Aufwand in unser Innovationsmanagement. Wir setzen dabei auf den Ideenreichtum aller Mitarbeiter. Ihnen gebührt mein Dank für das Erreichen der ‚Top 100’-Auszeichnung.“

Wissenschaftliche Analyse vorausgegangen

Grundlage der Auszeichnung mit dem „Top 100“-Siegel ist eine zweistufige Analyse, die Prof. Dr. Nikolaus Franke und sein Team vom Lehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien entwickelt haben. Die Wissenschaftler untersuchen das Innovationsmanagement und den Innovationserfolg der mittelständischen Unternehmen anhand von über 100 Parametern in fünf Kategorien. Wer letztlich mit dem „Top 100“-Siegel ausgezeichnet wird, entscheidet allein die wissenschaftliche Leitung.

Hohe Investitionen in Forschung

Die „Top 100“ sind in jeder Hinsicht ausgezeichnet: 71 nationale Marktführer und sogar 31 Weltmarktführer sind dabei. Zusammen meldeten die Top-Innovatoren in den vergangenen drei Jahren 3.405 nationale und internationale Patente an. Knapp 41 Prozent ihres Umsatzes erzielten sie zuletzt mit Marktneuheiten und Verbesserungen, die sie vor der Konkurrenz auf den Markt brachten (Durchschnitt aller KMU in Deutschland: 6,6 Prozent). Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: Die Top-Innovatoren investieren im Schnitt 10,5 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung (Durchschnitt aller KMU in Deutschland: 1,5 Prozent). Zwei Drittel der „Top 100“ sind Familienunternehmen.
bi