NRW-Wettbewerb „Viertel vor Grün“ prämiert Wohnumfelder

DÜSSELDORF, 18.12.2018 – Mit dem Wettbewerb „Viertel vor Grün“ wollen der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen und der GaLaBau-Verband NRW gemeinsam auf die Bedeutung grüner Wohnumfelder aufmerksam machen. Prämiert wurden jetzt vorbildliche Konzepte aus Köln, Essen und Düsseldorf.

Ausgezeichnet: „Pier 78 – Grüne Mitte Essen“:
Ausgezeichnet: „Pier 78 – Grüne Mitte Essen“: Eine Brache am Nordrand der Essener City wurde reaktiviert durch Maßnahmen wie einer Dachbegrünung, der Einleitung des Niederschlagswassers in den eigens angelegten See und der Pflanzung von Bäumen zur Klimaregulierung beim Neubau barrierearmer und energieeffizienter Wohngebäude. | Foto: Allbau
Der nordrhein-westfälische Wettbewerb „Viertel vor Grün“ wurde in diesem Jahr bereits zum 2. Mal vom Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen (VdW Rheinland Westfalen) und vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen (VGL NRW) in Kooperation durchgeführt. Die diesjährigen Preisträger wurden Ende Oktober von der Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW, Ina Scharrenbach, Schirmherrin des Wettbewerbs 2018, im Haus der Stiftungen in Düsseldorf ausgezeichnet. Alexander Rychter, Direktor des VdW Rheinland Westfalen eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort. So bemerkte er, dass die Wohnungswirtschaft zwar viele Preise kenne, die Mehrheit sich jedoch auf soziale Aspekte fokussieren würde. Gleichzeitig betonte er die Wichtigkeit qualitätsvoller und nachhaltiger Wohnumfelder. Die Preisverleihung übernahm Ministerin Scharrenbach gemeinsam mit Ina Bimberg, Vorsitzende des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten Landesgruppe NRW sowie Vorsitzende der beurteilenden Jury.
Von der Jury ausgezeichnete Wohnanlage in Köln
Kennzeichnend für den ausgezeichneten „Klanggarten“ in Köln, so die Jury, seien die hohen Gebrauchs- und Gestaltungsqualitäten im Quartier, die durch die Neuordnung der Siedlungsfreiräume und ihre Erschließung miteinander erreicht wurden. | Foto: WSG

Drei Auszeichnungen und zwei Anerkennungen

Im Gegensatz zur Preisverleihung im Jahr 2016 wurden in diesem Jahr zwei Siegergruppen gebildet. „Die Wettbewerbsbeiträge in diesem Jahr waren entweder so unterschiedlich, dass eine Vergleichbarkeit schwerfiel – oder so ähnlich, dass eine Abstufung für uns als Jury unmöglich war“, so Bimberg. Aufgrund dessen habe die Jury entschieden, in diesem Jahr zwei Anerkennungen und drei gleichwertige Auszeichnungen zu vergeben. Ausgezeichnet wurden das Projekt „Pier 78 – Grüne Mitte Essen“ (Allbau GmbH), der „Klanggarten“ in Köln (WSG Wohnungs- und Siedlungs-GmbH) und das Projekt „Wohnen in den Vorgebirgsgärten“, das gemeinsam von vier Kölner Wohnungsgenossenschaften entwickelt wurde.

Das ausgezeichnete Kölner Projekt „Wohnen in den Vorgebirgsgärten“
Das ausgezeichnete Kölner Projekt „Wohnen in den Vorgebirgsgärten“ verbindet durch eine fußläufige Erschließungsachse Quartiersplätze, die durch unterschiedliche Bepflanzung vielfältige Aufenthaltsqualitäten bieten. | Foto: WG Köln-Süd, WBG Mieterschutz

Das Projekt „Innerstädtisches Gründach“ in Duisburg (Gebag Duisburger Baugesellschaft) erhielt eine Anerkennung für die Sanierung einer 450 m² Dachfläche, die auch für die Mieter des gesamten Hauses nutz- und erlebbar gemacht wurde. Das „Eltingviertel, Victoriahof“ in Essen (Vonovia) erhielt ebenfalls eine Anerkennung und wurde von der Jury für die Einbindung des Baumbestandes, die kluge Verwendung robuster Kleingehölze und den Einsatz pflegeextensiver Gräser gelobt. Dies zeige, dass bei der Konzeption der Quartiersentwicklungsmaßnahme ein pflegenachhaltiges Vegetationskonzept erarbeitet und darüber hinaus Fragen der Barrierefreiheit, Klimaeffizienz und Langfristigkeit mitgedacht wurden. Ministerin Scharrenbach kündigte an, sie wolle die ausgezeichneten Projekte selbst besuchen, um das Thema Grün noch stärker in die öffentliche Wahrnehmung zu rücken. Manfred Lorenz, Ehrenpräsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW, wies darauf hin, dass der Wettbewerb erneut ausgelobt werden soll.

Lesen Sie aúßerdem unseren Bericht über "Vertikale Begrünung", die ebenfalls einen wichtigen Beitrag für urbane Außenraumgestaltung darstellt.