MAN TGS HydroDrive
Der TGS HydroDrive fährt sich auf unbefestigten Baustellen nicht fest. | Foto: MAN

Zusätzliche Traktion: Zehn Jahre MAN HydroDrive

MÜNCHEN, 15.06.2015 – Seit 2005 bietet MAN mehr Traktion an der Vorderachse auf Knopfdruck. Mit dem hydraulischen Vorderradantrieb HydroDrive für Kunden, die zusätzliche Traktion an der Vorderachse benötigen, war MAN über zehn Jahre weitgehend konkurrenzlos am Markt.

Die Effizienz- und Sicherheitsvorteile des MAN HydroDrive haben seit der Markteinführung mehr als 11.000 Kunden überzeugt. MAN bietet heute die größte HydroDrive-Fahrzeugbandbreite am Markt mit sechs Radformeln und zwei Bauhöhen vom Zweiachser bis zum Vierachser in den Baureihen TGS und TGX an. Besonders viele Kunden fahren in Österreich und der Schweiz, Deutschland und Skandinavien. Häufige Einsatzbereiche: bei Feuerwehrfahrzeugen, Abfallsammelfahrzeugen, Baufahrzeugen oder auch Tankfahrzeugen, die auch bei widrigen Wetterbedingungen und in bergigem Terrain sicher ankommen müssen, oder beim Arbeiten auf unbefestigten Waldwegen mit einem Holztransporter.

Wenn Regen die Wege aufgeweicht hat, reicht der Heckantrieb alleine manchmal nicht aus, vor allem wenn der Lkw unbeladen ist und die Hinterachse nicht die volle Traktion aufbauen kann. Das Ein- und Ausfahren bei unbefestigten Baustellen mit einem Baustoff-Lieferfahrzeug, Kippsattelzug oder Transportbetonmischer ist ein solches Beispiel. Ein HydroDrive-Lkw, der sich in solchen Situationen nicht festfährt im Kiesgruben-Alltag, spart einfach Zeit. Dem Fahrer bleibt zudem das Aussteigen und Freischleppen bei schlechtem Wetter erspart.
Auf rutschigem Untergrund wird zudem das Lenken erschwert, wenn ein voll beladener Lkw über die nicht angetriebenen Vorderräder schiebt. Ein klassischer zuschaltbarer Allradantrieb wäre also eigentlich notwendig. Doch ist es wirklich erforderlich, sämtliche Fahrzeuge damit auszurüsten, wenn sie doch den allergrößten Teil der gefahrenen Kilometer auf Asphalt zurücklegen? Ein HydroDrive-Antrieb reicht, er bietet ein Plus an Traktion und Sicherheit, kommt aber ohne Verteilergetriebe, Vorderachsdifferential und vordere Kardanwelle aus. Das spart Kraftstoff und senkt die CO2-Emissionen.
Im Vergleich zu einem Lkw mit klassischem Allradantrieb wiegt ein HydroDrive-Lkw rund 400 Kilogramm weniger, HydroDrive-Fahrzeuge bieten mehr Nutzlast. Ein Lkw mit MAN HydroDrive erweitert also den Einsatzbereich von Straßenfahrzeugen und macht daher für manche Unternehmer die Anschaffung eines zusätzlichen, allradgetriebenen Lkw überflüssig.
Der MAN HydroDrive treibt die Vorderräder über je einen hydrostatischen Motor pro Rad an. Dieser wird von einer Hydraulikpumpe mit bis zu 420 bar Druck gespeist. Der Antrieb lässt sich auch während der Fahrt und unter Last bequem per Drehschalter aktivieren – so kann der Fahrer ohne anzuhalten Steigungen sicher meistern. Die zusätzliche Traktion steht auch beim Rückwärtsfahren und im Schubbetrieb zur Verfügung. Dies erhöht zum einen die Bremsleistung der Dauerbremssysteme – insbesondere des MAN PriTarders. Zum anderen verbessert es deutlich die Lenkbarkeit des Fahrzeugs auf rutschigem Untergrund und damit die Fahrsicherheit.
wotan