GeoTHERM 2019 mit aktuellem Kongressprogramm

OFFENBURG, 01.02.2019 – Am 14. und 15. Februar 2019 öffnet die Messe Offenburg wieder ihre Türen für die GeoTHERM. Europas größte Geothermie-Fachmesse mit Kongress bietet Raum für intensiven Austausch und aktuelle Diskussionen. Dabei kombiniert die Veranstaltung die Oberflächennahe sowie Tiefe Geothermie.

Über 200 Aussteller sowie mehr als 3.600 Besucher aus 48 Nationen werden zur diesjährigen GeoTHERM erwartet.
Über 200 Aussteller sowie mehr als 3.600 Besucher aus 48 Nationen werden zur diesjährigen GeoTHERM erwartet. | Foto: Messe Offenburg / Braxart

In rund 40 Fachvorträgen werden aktuelle Themen und Fragestellungen diskutiert. Im Kongress 2 der Oberflächennahen Geothermie stellt Alexander Wolf am 14. Februar das durch den Bayerischen Energiepreis 2018 ausgezeichnete Nachhaltigkeitsprojekt der Energiegenossenschaft ÜZ Mainfranken (Unterfränkische Überlandzentrale eG) vor. Gemeinsam mit Kommunen entwickelt die ÜZ Mainfranken insbesondere die wärmetechnische Erschließung von Neubaugebieten. Das Konzept der ÜZ beruht auf dem Einsatz von regional regenerativ erzeugtem emissionsfreiem Strom, der einer dauerhaften Nutzung zugeführt wird und damit seinen Wert behält.

Erdwärmenutzung in Ballungsgebieten

Die Verdichtung der Erdwärmenutzung in Ballungsgebieten erfordert strategische Planungen zu einer nachhaltigen und gleichberechtigten Nutzung des Untergrunds. Eine solche muss den Besonderheiten der Technologie, der Planungssicherheit von Investoren und raumplanerischen Gesichtspunkten kommunaler Verwaltungen gerecht werden. Dr. Joachim Poppei, CSD Ingenieure AG, befasst sich in seinem Vortrag mit aktuellen Aufnahmen und Prognosen der Untergrundnutzung durch das EWS in Zürich, mit der Charakterisierung des grundstücksflächenbezogenen Wärmebedarfs in kommunalen Bauzonen und deren Möglichkeiten und Grenzen der Bedarfsdeckung. Auf dieser Basis werden Empfehlungen zur zukünftigen Berücksichtigung strategischer Aspekte bei der Anlagen- und Raumplanung gegeben.

Projekt GeTIS

Unter den erneuerbaren Energieträgern fällt bei der Erreichung nationaler und internationaler Klimazielen der Geothermie eine besondere Rolle zu. Jedoch ergeben sich Unsicherheiten bei der Planung, Genehmigung und beim Betrieb geothermischer Anlagen auf Grund ihrer Komplexität und den langen Betrachtungszeiträumen. Es bedarf einer Systematik, mit der energetische Wechselwirkungen zwischen Stadtquartier und geothermischen Anlagen ganzheitlich betrachtet werden können.
Diesem Bedarf widmet sich das Forschungsprojekt „GeTIS - Geothermisches Informationssystem zur Bemessung, Modellierung, Bewertung und Genehmigung vernetzter geothermischer Energiesysteme auf Gebäude- und Stadtquartiersebene“. Die Ziele des Vorhabens stellt Sebastian Weck-Ponten vom Lehrstuhl für Energieeffizientes Bauen der RWTH Aachen vor.

Innovation Award

Im Rahmen des Kongressprogramms wird am ersten Veranstaltungstag der Ruggero Bertani - European Geothermal Innovation Award verliehen. Der Preis richtet sich an Unternehmen und Institutionen, die herausragende Beiträge im Bereich der Geothermie, zum Beispiel durch innovative Produkte, wissenschaftliche Forschung oder Projektinitiativen, leisten.
Das gesamte Programm der GeoTHERM ist verfügbar unter www.geotherm-offenburg.de. Alle Vorträge werden aufgrund der hohen Internationalität simultan übersetzt (Deutsch, Englisch, Französisch). Die beiden Kongress-Stränge der GeoTHERM sind im Eintritt bereits enthalten und können von den Besuchern individuell kombiniert werden.

Fortbildungs-Zertifizierung gemäß DVGW W120-2

Die Teilnahme am Kongressprogramm der GeoTHERM wird gemäß DVGW W120-2 als Fortbildung anerkannt. Eine Anmeldung unter geotherm@messe-offenburg.de ist für die Teilnahmebestätigung erforderlich, neben den Ticketgebühren entstehen keine weiteren Kosten.
Darüber hinaus veranstaltet der Bundesverband Wärmepumpe am Vortag der GeoTHERM (13. Februar) sein traditionelles Praxisforum Erdwärme bei der Messe Offenburg. Thematisch wird intensiv auf die Qualitätssicherung bei Erdwärmebohrungen eingegangen, neue Entwicklungen und Anforderungen vorgestellt und die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch geboten. Die praxisnahe Schulung soll insbesondere Mitarbeiter und Geschäftsführer ausführender Unternehmen ansprechen. Die Teilnehmer des Praxisforums erhalten Teilnahmezertifikate, die als Fortbildungsnachweis gemäß DVGW W120-2 für den Bereich der Oberflächennahen Geothermie verwendet werden können.

Lesen Sie unseren Artikel zu einem interessanten Projekt, welches auf der GeoTHERM vor zwei Jahren vorgestellt wurde.