Stahl-Innovationspreis 2015:

Mit neuen Verfahren in die dritte Dimension

BERLIN, 12.06.2015 – Der Stahl-Innovationspreis 2015 ist am 9. Juni im Rahmen des Berliner Stahldialogs vor über 500 Teilnehmern verliehen worden. In der Kategorie „Bauwesen“ wurden eine Edelstahl-Fassade für eine Kita in Essen, das Ovaldach der Frankfurter Messe und eine Treppe aus Stahlblech ausgezeichnet.

Preisträger des Stahl-Innovationspreises 2015
Alle Preisträger des Stahl-Innovationspreises 2015. Vergeben wurde der Preis im Rahmen des Stahldialogs in Berlin.
Der Stahl-Innovationspreis wurde in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen. In den 26 Jahren hat er von seiner Attraktivität nichts eingebüßt. Er ist einer der bedeutendsten Wettbewerbe seiner Art. 578 Projekte sind in diesem Jahr eingereicht worden. 13 Projekte wurden ausgezeichnet, ein Sonderpreis wurde zum „Klimaschutz mit Stahl“ vergeben. Die Gewinner stellen die große Anwendungsvielfalt von Stahl unter Beweis: Sie stammen u.a. aus den Bereichen Architektur und Bauwesen, Design, Maschinen- und Anlagenbau sowie Fahrzeugtechnik und Wissenschaft.
„Deutschland ist ein sehr innovativer Stahlproduzent und weltweit wettbewerbsfähig“, sagte Prof. Wanka bei der Preisverleihung. „Wir entwickeln den Stahl immer weiter, erfinden ihn neu, erforschen bessere Eigenschaften und erweitern seine Einsatzmöglichkeiten. Dadurch wird Stahl zu einem Material, das unser Leben bereichert und vielfach erleichtert. Herausragende Innovationen, wie die heute ausgezeichneten, sind Sinnbild für unseren Forschergeist und unser Streben nach Fortschritt.“
„Wir haben nach besten Ideen mit dem Werkstoff Stahl gesucht und sie gefunden“, sagte Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl. Die Preisträger zeigen, „welche Ergebnisse das Zusammenspiel von Inspiration, Werkstoff, Verarbeitung und Produktentwicklung in stahlbasierten Wertschöpfungsketten erbringt.“ Gleichzeitig warnte der Verbandspräsident aber auch davor, die Innovationskraft der Stahlunternehmen und ihrer Kunden durch politische Regulierungen - vor allem zur Energie- und Klimapolitik – einzuschränken. Der rechte Pfad für die Energiewende führe nur über Innovationen und die Industrie.
Edelstahlfassade einer Kita in Essen
Edelstahl-Fassade einer Kindertagesstätte in Essen: Die dreidimensional geformten Fassadenelemente wurden in einem im Bauwesen bislang unüblichen Verfahren hergestellt.

Die Preisträger

Um der großen Anwendungsvielfalt des Werkstoffs Stahl gerecht zu werden, wurde der Stahl-Innovationspreis in vier Kategorien verliehen. In jeder Kategorie gibt es drei Preisträger.
In der Kategorie „Stahl im Bauwesen“ gewann die Arbeitsgemeinschaft JSWD Architekten und Chaix & Morel et Associés (Köln/Paris) den Preis für die Edelstahl-Fassade einer Kindertagesstätte in Essen. Ein im Bauwesen bislang nicht übliches Umformverfahren wurde für die Herstellung der dreidimensional geformten Fassadenelemente eingesetzt. Die kostengünstige und materialsparende Fertigung eröffnet neue Marktchancen in der modernen Fassadenarchitektur.

Ovaldach der Messe Frankfurt
Angelehnt an biologische Strukturen: das Ovaldach am Tor Nord der Messe Frankfurt/Main.
Für die Gestaltung des Ovaldachs am Tor Nord der Messe Frankfurt/Main wurden der Architekt Ingo Schrader (Berlin) und die Ingenieure von Bollinger und Grohmann (Frankfurt/Main) ausgezeichnet. Das sehr filigrane Dach resultiert aus einem mehrstufigen, computerbasierten Optimierungsalgorithmus. In Anlehnung an biologische Strukturen folgt der Materialeinsatz exakt dem Kräfteverlauf.
Treppe "cut it!"
Treppe „cut it!“: Aus nur einem Stahlblech per Laser zugeschnitten und in einem Biegeverfahren zu einer dreidimensionalen Raumstruktur geformt.
Spitzbart Treppen (Oberasbach) erhielt den Preis für die Treppe „cut it!“. Aus nur einem Stahlblech erfolgt mit einem Laser der Zuschnitt. Anschließend verwandelt sich die zweidimensionale Tafel in einem mehrstufigen Biegeprozess in eine dreidimensionale Raumstruktur. Die Treppe überzeugt durch minimalen Materialeinsatz und zeitloses Stahldesign.
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Die Dokumentation über den Stahl-Innovationspreis 2015 kann bestellt oder heruntergeladen werden unter www.stahl-innovationspreis.de

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