Liebherr auf der Intermat 2015
Liebherr auf der Intermat 2015 in Paris: Der Umsatz im Baumaschinenbereich ist 2014 zurückgegangen. | Foto: Liebherr

Liebherr: Umsatz und Ergebnis gehen 2014 zurück

BULLE (Schweiz), 08.06.2015 – Die Firmengruppe Liebherr erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 8.823 Millionen Euro. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 141 Mio. Euro oder -1,6 %. Rückläufig waren vor allem die Erlöse in den Sparten Baumaschinen und Mining.

Im Bereich Baumaschinen und Mining erwirtschaftete Liebherr einen Umsatz von 5.294 Mio. Euro. Die Erlöse lagen damit 336 Mio. Euro oder 6 % unter dem Vorjahreswert. Positiv entwickelten sich dagegen die Sparten Maritime Krane, Aerospace und Verkehrstechnik, Werkzeugmaschinen und Automationssysteme, Hausgeräte sowie Komponenten und Hotels: Dort stieg der Umsatz 5.8 % auf 3.529 Mio. Euro.
Für die Firmengruppe sei das Jahr 2014 in Westeuropa „erfreulich“ verlaufen, teilte Liebherr weiter mit. In Deutschland, dem größten Markt der Firmengruppe, lag der Umsatz über dem Vorjahreswert. In Amerika war die Geschäftsentwicklung ebenfalls positiv – insbesondere in den USA sei eine erfreuliche Steigerung erzielt worden.
Rückläufig dagegen war der Umsatz in der Region Fernost/Australien. Russland, der größte osteuropäische Markt, entwickelte sich mit einer sehr schwachen Dynamik, was sich auch deutlich auf den Gesamtumsatz in der Region auswirkte. Auf dem afrikanischen Kontinent gingen die Erlöse zurück. Im Nahen und Mittleren Osten erreichte die Firmengruppe einen Umsatz leicht über dem Vorjahresniveau.
Das Jahresergebnis lag bei 316 Mio. Euro. Das entspricht einem Rückgang von 48 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreswert. Zum Jahresende beschäftigten die Liebherr-Gesellschaften weltweit 40’839 Mitarbeiter (+3.6 %).

Über 800 Millionen Investitionen

Die Firmengruppe investierte insgesamt 816 Mio. Euro in den Ausbau und die Modernisierung des weltweiten Produktionsnetzwerkes und in die Stärkung der Vertriebs- und Serviceorganisation. Diesen Investitionen standen Abschreibungen in Höhe von 427 Mio. Euro gegenüber. Zu den wesentlichen Investitionsprojekten zählten die Erweiterung der Produktionsstätte für Diesel- und Gasmotoren in Bulle sowie der Bau eines Zweigwerkes für Komponenten der Antriebs- und Steuerungstechnik in Biberach an der Riss. Darüber hinaus wurde die erste Bauphase eines neuen Logistikzentrums für die weltweite Ersatzteilversorgung von Liebherr-Erdbewegungsmaschinen bei Kirchdorf an der Iller Anfang 2015 beendet.

Ausblick für dieses Jahr

Für das laufende Geschäftsjahr wird ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3.5 % erwartet. Dies entspricht einer etwas höheren Dynamik als im Jahr 2014. Die Entwicklung der Weltwirtschaft könnte jedoch durch die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Russland und der Euro-Zone sowie durch das langsamere Wachstum der chinesischen Wirtschaft beeinträchtigt werden. So blickt die Firmengruppe optimistisch auf das laufende Jahr: Liebherr rechnet mit einer Steigerung des Gesamtumsatzes. Für alle Sparten sei eine positive Entwicklung oder zumindest ein Umsatz in der Größenordnung des Vorjahres zu erwarten. Besonders dynamisch würden sich voraussichtlich die Sparten Erdbewegung, Turmdrehkrane, Werkzeugmaschinen und Automationssysteme sowie die sonstigen Erzeugnisse und Leistungen entwickeln.
Erneut will Liebherr weit über das Niveau der Abschreibungen hinaus in die Produktentwicklung, die Produktion und in das Vertriebs- und Service-Netzwerk investieren. Auch die Zahl der Mitarbeiter soll weiter steigen.
bi

Hier erfahren Sie alles, was den Bau bewegt.

Jetzt den B_I Newsletter abonnieren!
✔ ca. 1x pro Monat - ✔ Jederzeit abbestellbar