Uli Paetzel ist neuer DWA-Präsident

HENNEF, 07.02.2019 – Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) hat einen neuen Präsidenten: Am 18. Januar übergab Otto Schaaf nach zwölf Jahren das Amt im Rahmen eines Empfangs in Bonn-Bad Godesberg offiziell an Prof. Dr. Uli Paetzel.

Staffelstabübergabe von Otto Schaaf (r.) an Uli Paetzel | Foto: Aschoffotografie
Staffelstabübergabe von Otto Schaaf (r.) an Uli Paetzel | Foto: Aschoffotografie

Im Hauptberuf ist Uli Paetzel Vorstandsvorsitzender der öffentlich-rechtlichen Wasserwirtschaftsunternehmen Emschergenossenschaft und Lippeverband in Essen. Daneben ist er Honorarprofessor an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum.

Vielfältig und stark

Otto Schaaf, Vorstand der Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR, war zwölf Jahre lang DWA-Präsident. In seiner Rückschau auf seine Zeit bei der Vereinigung betonte er, die DWA sei kein Lobbyverband im herkömmlichen Sinn, sondern eine mächtige und kämpferische Streiterin für eine gute Wasserwirtschaft. Ihre Stärke liege in ihrer Vielfalt. Wichtig ist ihm, dass die Vereinigung in seiner Amtszeit nicht nur in den Fachkreisen, sondern auch darüber hinaus, etwa in der Politik, eine starke Stimme geworden ist.
Fünf Themenfelder hält Paetzel für die Zukunft für besonders wichtig: die technische Entwicklung, den Klimawandel, die demografische Entwicklung, die Erhaltung der Infrastruktur, die Gefährdung des gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalts.

Renommierte Redner

Im Rahmen der Festveranstaltung hielten zahlreiche Repräsentanten aus anderen Verbänden, Politik und Wirtschaft Grußworte, darunter Dr. Helge Wendenburg, bis 2018 Ministerialdirektor im Bundesumweltministerium, Dr.-Ing. Dirk Waider, Vizepräsident Wasser des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW), sowie Dr.-Ing. Marco Künster, Geschäftsführer vom Güteschutz Kanalbau.
Im Festvortrag „Wasser und Stadtentwicklung“ ging Prof. Dipl.-Ing. Martin zur Nedden, ehemaliger Direktor und Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Urbanistik, insbesondere auf im Lichte des Klimawandels wichtige Entwicklungen und Trends für den Umgang mit Wasser im dichtbesiedelten urbanen Raum ein und rief zu einem interdisziplinären Dialog auf. Insbesondere Stadtplaner und Wasserwirtschaftler sollten einen engen Schulterschluss suchen.

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