Auf der Intermat in Paris zusammen am Stand und schon auf der Bauma 2016 möglicherweise auch formal unter einem Dach: Kobelco Bagger und Kobelco Krane. | Foto: bi
Auf der Intermat in Paris zusammen am Stand und schon auf der Bauma 2016 möglicherweise auch formal unter einem Dach: Kobelco Bagger und Kobelco Krane. | Foto: bi

Kobelco: Bagger- und Kransparte gehen zusammen

TOKIO, 28.05.2015 – Die Bagger- und die Kransparte von Kobelco sollen wieder gemeinsame Wege gehen. Das japanische Mutterunternehmen Kobe Steel bereitet den Zusammenschluss seiner beiden Tochterunternehmen Kobelco Construction Machinery Co., Ltd. und Kobelco Cranes Co., Ltd. vor.


Das Baumaschinengeschäft von Kobelco, bestehend aus Hydraulikbaggern und Kranen, läuft zurzeit noch in zwei eigenständigen Unternehmen. Kobelco Construction Machinery wurde 1999 gegründet und ging 2002 eine Partnerschaft mit CNH ein. Die Kransparte wurde 2004 in ein eigenes Unternehmen ausgegliedert. Der nun geplante Zusammenschluss ist auch eine Folge der in zwei Jahren auslaufenden Kooperation von Kobelco Construction Machinery mit CNH.


Kobelco Construction Machinery und Kobelco Cranes haben im Fiskaljahr 2014 gemeinsam über 2,8 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Kobe Steel möchte die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen verbessern und die Wirtschaftlichkeit in den Bereichen Entwicklung, Produktion, Qualität und Verkauf verbessern. Im US-Bundesstaat South Carolina baut das Unternehmen zurzeit ein neues, 340.000 Quadratmeter großes Baggerwerk. Die Produktionsstätte soll im Dezember fertiggestellt sein und im Januar mit der Serienproduktion von 20-Tonnen-Baggern beginnen. Zunächst strebt Kobelco 1.800 Einheiten pro Jahr und einen Marktanteil von sieben Prozent in Nordamerika an, der langfristig wieder die zehn Prozent erreichen soll, die Kobelco hier vor der Kooperation mit CNH hatte.

Auch eine stärkere Präsenz in Indien, dem Mittleren Osten und anderen aufstrebenden Ländern und Regionen steht auf der Agenda der Japaner. Das Unternehmen sucht schon länger nach Wegen, um seine weltweiten Entwicklungsmöglichkeiten in Wachstumsmärkten zu verbessern. Im Sinne dieser Zielsetzung denke man nun ernsthaft über die Zusammenlegung der beiden Unternehmen nach, teilte Kobe Steel mit.
hst