Deutsche Baumaschinenindustrie fährt weiteren Rekordumsatz ein

FRANKFURT, 20.02.2019 – Die deutschen Baumaschinenhersteller befinden sich im Höhenrausch: Im Jahr 2018 haben die Umsätze um zwölf Prozent auf über 12 Milliarden Euro zugelegt. Trotz einer Verlangsamung rechnet die Branche auch in diesem Jahr mit weiterem Wachstum.

Franz-Josef Paus, VDMA
„Wir sind auf einem Allzeithoch, nur war der Weg dorthin dieses Mal stabiler und nachhaltiger als 2007. Das macht Hoffnung, dass die Branche das gute Niveau auch länger halten kann.“ Franz-Josef Paus, Vorsitzender des Fachverbands Baumaschinen und Baustoffanlagen. | Foto: VDMA

Wie die VDMA-Fachgruppe Baumaschinen mitteilte, ist der Umsatz der Hersteller am Produktionsstandort Deutschland im Jahr 2018 um zwölf Prozent auf 12,1 Milliarden Euro gestiegen – vier Milliarden Euro wurden im Inland erwirtschaftet, 8,1 Milliarden Euro im Ausland. Dabei hatte die Baumaschinenbranche im letzen Jahr "nur" mit einem Umsatzplus von 8 Prozent gerechnet.
Der Absatz auf dem deutschen Markt ist um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen und liegt sogar acht Prozent über dem bisherigen Rekordjahr 2007. Die meisten Märkte Nord- und Westeuropas liegen auf ähnlich hohem Niveau, Süd- und Mittelosteuropa setzten 2018 ihre Erholung fort und wachsen weiter, wenn auch mit geringerem Volumen.

Insgesamt rechnen die Baumaschinenhersteller in Deutschland in diesem Jahr mit drei bis fünf Prozent Wachstum beim Branchenumsatz. Bis zum Branchenhöhepunkt, der bauma Anfang April, sollte sich das Wachstum fortsetzen, danach vermuten die VDMA-Experten einen leichten Abschwung. Dabei werde der deutsche Markt mit moderaten Rückgängen auf einem sehr hohen Niveau bleiben. Für Europa insgesamt sei eine Stagnation der Umsätze bis hin zu leichten Rückgängen realistisch. Der Weltmarkt werde langsamer wachsen als 2018, ein Plus von bis zu zehn Prozent sei aber möglich.