Bausoftware-Nachfrage steigt: Nevaris auf Wachstumskurs

BREMEN, 27.02.2019 – Die Nevaris Bausoftware GmbH mit Hauptsitz in Bremen verzeichnete im vergangenen Geschäftsjahr einen zweistelligen Umsatzzuwachs. Für das spezialisierte Software-Unternehmen war es das beste Ergebnis der über 30-jährigen Firmengeschichte.

Daniel Csillag, Geschäftsführer der Nevaris Bausoftware GmbH
„Die Entwicklung bestätigt den hohen Bedarf der Baubranche an unseren integrierten IT-Lösungen in den Bereichen Buchhaltung, Baukalkulation, Building Information Modeling und mobile Baustelle.“ Nevaris-Geschäftsführer Daniel Csillag. | Foto: Nevaris

Der Zukauf von 123erfasst im Juni letzten Jahres hatte einen bedeutenden Anteil am Erfolg. Wegen der hohen Nachfrage nach Software-Anwendungen stellte Nevaris an allen Standorten 30 neue feste Mitarbeiter ein, insgesamt sind es jetzt 180. Grund für das positive Ergebnis sei die gute Auftragslage der Baubranche, so das Unternehmen. Viele Bauunternehmen und Architekten nutzten das erwirtschaftete Kapital, um in Software zu investieren, die auch bei nachteiliger Marktlage zu einer langfristigen Profitabilität beitrage. „Die Bauunternehmen sowie Architekten stehen unter einem hohen Kostendruck und müssen daher ihre Geschäftsprozesse mit geeigneten Software-Lösungen optimieren“, so Nevaris-Geschäftsführer Daniel Csillag.

Mobile Lösungen für kleinere Unternehmen


In Zukunft will der Softwarespezialist weiter wachsen und vor allem kleine und mittelständische Unternehmen als Kunden gewinnen. Hierfür wurden die Voraussetzungen im Juni 2018 mit dem Umzug der Unternehmenszentrale von Achim in die Bremer Airport-Stadt geschaffen. Zu den wichtigsten Themen 2019 zählt laut Csillag der Ausbau mobiler Lösungen, zum Beispiel für den Einsatz mobiler Endgeräte auf Baustellen sowie für eine schnelle Datenübertragung an Buchhaltung und Bauleitung.

BIM ab 2020 verpflichtend für öffentliche Aufträge


Auch Building Information Modeling (BIM) werde von den Kunden stark nachgefragt. Laut einer Empfehlung der Europäischen Kommission soll BIM bei Ausschreibungen und Vergaben öffentlicher Bauaufträge ab 2020 verpflichtend sein. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat schon 2015 einige BIM-Pilotprojekte durchgeführt. Seit Mitte 2017 unterstützt das Ministerium nach einem Drei-Stufen-Plan vermehrt Verkehrsinfrastrukturprojekte auf Basis von BIM. Österreich plant die verpflichtende Nutzung ab 2020. Csillag: „Unsere Aufgabe besteht nun auch darin, unsere Software-Lösungen auf diese Anforderungen auszurichten und landesspezifische Vorgaben zu integrieren.“


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