Weiterbildungsangebote für die Grüne Branche

LEINFELDEN-ECHTERDINGEN, 01.03.2019 – Regelmäßige Fortbildung ist in Zeiten des „Ringens“ um gute Mitarbeiter existenziell. Ein marktgerechtes Weiterbildungsangebot für die Grüne Branche bietet die Grün-Company GmbH an. Welche Angebote gibt es?

Der fachlich sowie rechtlich korrekte Umgang mit (Ober-) Boden und Substraten gehört für GaLaBau-Praktiker zum Tagesgeschäft.
Der fachlich sowie rechtlich korrekte Umgang mit (Ober-) Boden und Substraten gehört für GaLaBau-Praktiker zum Tagesgeschäft.

Die Tochtergesellschaft des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg bietet jedes Jahr ein umfangreiches Weiterbildungsangebot für den GaLaBau sowie die Landschaftsarchitektur. Am 11. März z. B. geht es in Leinfelden-Echterdingen z.B. um „(Ober-) Boden und Substrate in Theorie, Recht und Praxis“. Die Grün-Company rückt damit die geplante Neufassung der Mantelverordnung in den Fokus, die auch den Umgang mit Ersatzbaustoffen bundesweit regeln soll.

Die Bundesregierung hat am 03.05.2017 die Kabinettsfassung der Mantelverordnung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) verabschiedet. Die Mantelverordnung besteht aus mehreren Teilen. Den Kern des Regelungsvorhabens bilden die Einführung einer Ersatzbaustoffverordnung und die Neufassung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung. Im Zusammenhang damit werden auch die Deponieverordnung und die Gewerbeabfallverordnung geändert.

Altlastenverordnung

Mit der Neufassung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung im Rahmen der Mantelverordnung soll die seit dem Jahr 1999 im Wesentlichen unveränderte Verordnung an den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse und die im Vollzug gewonnenen Erfahrungen angepasst werden. Darüber hinaus wird ihr Regelungsbereich auf das Auf- oder Einbringen von Materialien unterhalb oder außerhalb einer durchwurzelbaren Bodenschicht ausgedehnt. Damit werden auch hier die Anforderungen an die Verwertung von Materialien in Verfüllungen von Abgrabungen und Tagebauen erstmalig bundeseinheitlich und rechtsverbindlich festgelegt.

Mit der Einführung der Ersatzbaustoffverordnung sollen erstmalig bundeseinheitlich und rechtsverbindlich Anforderungen an die Herstellung und den Einbau mineralischer Ersatzbaustoffe festgelegt werden. Mineralische Ersatzbaustoffe im Anwendungsbereich der Verordnung sind z.B. Recycling-Baustoffe aus Bau- und Abbruchabfällen. Einbauseitig sind u.a. befestigte Flächen, Leitungsgräben, Lärm- und Sichtschutzwälle betroffen, für die Grenzwerte vorgesehen sind, die vom Verwender beim Einbau in das technische Bauwerk entsprechend den örtlichen Gegebenheiten beachtet werden müssen. Damit sollen der Eintrag von Schadstoffen durch Sickerwasser in den Boden und in das Grundwasser begrenzt und Verunreinigungen ausgeschlossen werden.

Ziel der Mantelverordnung ist also eine bundesweit einheitliche Vorgabe für verschiedene, bisher eigenständige Verordnungen. Nach der Zustimmung durch den Bundestag und Abschluss des EU-Notifizierungsverfahrens wurde das Verordnungsvorhaben im September 2017 – kurz vor der Bundestagswahl - durch den Bundesrat zunächst vertagt und ist bis heute noch in der Diskussion.
Für den GaLaBau stellt sich tagtäglich die Frage nach dem Umgang mit Bodenaushub - als Wertstoff aber auch als Abfall - sowie vielen weiteren Materialien, die vermieden, recycelt, anderweitig verwertet oder entsorgt werden müssen. Als „Sonderfachmann“ muss der Landschaftsgärtner schnell und zuverlässig die Qualitäten von bauseits gestellten und angelieferten Böden, Erden und Substraten beurteilen können.

Er muss die Notwendigkeit von Bodenverbesserungsmaßnahmen einschätzen und dem Kunden deren Vorzüge, eventuelle Nachteile und Kosten darlegen. Doch wie stellen sich die Abfallhierarchie nach Kreislaufwirtschaftsgesetz, die Massenströme, die Probenahme- und Laboruntersuchungsmethoden, die Einstufung von Bodenmaterial und die Frage der Untersuchungspflicht von Bodenmaterial nach den aktuellen Erlassen dar? Wie kann die Verwertung- und das Recycling von Boden und Steinen erfolgen? In welchen Einsatzgebieten sind welche Oberböden günstig? Sollten im GaLaBau nicht doch besser Substrate verwendet werden? Sind Bodenverbesserungsmaßnahmen auf der Baustelle sinnvoll?

Auf diese fachlichen wie rechtlichen Fragestellungen mit dazu passenden Praxisteilen geht die Grün-Company in ihrem Tagesseminar „(Ober-) Boden und Substrate in Theorie, Recht und Praxis“ am 11. März ein. Die Teilnehmer lernen ihren wichtigsten „Baustoff“ kennen und sollen in der Lage sein, diesen nach geltendem Recht und guter gärtnerischer Praxis zu behandeln und qualitativ zu prüfen. Referieren werden Johannes Prügl, Bodeninstitut Prügl, Sachverständiger für landschaftsgärtnerische Böden und Substrate, Ausbilder z.B. an der LVG Heidelberg und Dr. Bernd Susset, Diplom-Geologe, Umweltreferent des ISTE und geschäftsführender Referent der Fachgruppe Recycling-Baustoffe und Boden BW.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Unfallverhütung im GaLaBau. Lesen Sie dazu unseren interessanten Artikel.