Schleswig-Holstein: Neue Vergabeverordnung in der Anhörung

KIEL, 11.03.2019 - Nachdem das Vergabegesetz Schleswig-Holstein beschlossen ist, liegt nun der Entwurf der Vergabeverordnung des Landes zur Stellungnahme vor.

Nachdem das Vergabegesetz Schleswig-Holstein beschlossen ist, liegt nun der Entwurf der Schleswig-Holsteinischen Vergabeverordnung vor. In der Verordnung werden die Einzelheiten und insbesondere die Ausnahmen zu den verbindlich anzuwendenden Vergabeordnungen (VOB/A und UVgO) geregelt.

Vergabeverordnung regelt Einzelheiten und Ausnahmen

Der Entwurf der Vergabeverordnung Schleswig-Holstein sieht u.a. folgende Einzelheiten und Änderungen vor:

- die elektronische Vergabe soll in Schleswig-Holstein noch nicht verbindlich angewendet werden
- Freiberufliche Leistungen, die einem zwingenden Preisrecht unterliegen, sollen bis zu einem Auftragswert von 25.000 € im Rahmen einer Direktvergabe unter Beachtung des Wechsels des Bieterkreises vergeben werden können

  • für Vergaben über 50.000 € Auftragswert ist eine Vorinformationspflicht gegenüber den nichtberücksichtigten Bietern mit einer Wartefrist von 5 Tagen vorgesehen
  • die Wertgrenzen für beschränkte Ausschreibungen und freihändige Vergaben bleiben bestehen und werden im VOB-Bereich erweitert:
     UVgO
     Beschränkte Ausschreibungen bis zu einem Auftragswert von 100.000 €
     Freihändige Vergaben bis zu  einem   Auftragswert von 100.000 €
    VOB/A:
     Beschränkte Ausschreibungen bis zu einem Auftragswert von 1.000.000 €
     bei Auftragswerten über 1.000.000 € Fachlose bis zu einem Einzelauftragswert von 100.000 €
     Freihändige Vergaben bis zu einem Auftragswert von 100.000 € und jedes Fachlos bis zu einem Einzelauftragswert von 50.000 €

(Quelle: ABST-Newsletter) | B_I MEDIEN

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