Geiger saniert Wellstahldurchlass mit neuer XS-Maschine

OBERSTDORF, 22.03.2019 – Mit der neuen XS-Maschine und dem SWP-Wickelrohr-Doppelprofil hat die Geiger Kanaltechnik den Wellstahldurchlass des Starzenbaches bei Altötting (Bayern) instand gesetzt. Nicht nur optisch lässt sich das Ergebnis der Sanierung mit dem PVC-Material sehen, auch statisch und fließtechnisch ist die Anlage nun wieder in gutem Zustand.

Korrodierter Wellstahldurchlass vor der Sanierung
Korrodierter Wellstahldurchlass vor der Sanierung
Jahrzehntelang wurden Brückendurchlässe im Maulprofil angelegt und mit Wellstahl ausgekleidet. Dass dieses Material, der Witterung und Umwelteinflüssen ausgesetzt, nicht ewig hält, ist einleuchtend. So auch am Durchlass des Starzenbaches unter der Staatsstraße AÖ 3 südlich von Geratskirchen. Der Wellstahldurchlass wies bei der Untersuchung starke Korrosion im Bereich der Sohle und in den Verbindungsbereichen der einzelnen Rohrsegmente auf.
Um diese Schäden zu beseitigen, schrieb das Landratsamt Altötting in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Behringer & Partner aus Mühldorf die Sanierung des Maulprofils im beschränkten Verfahren aus. Den Zuschlag erhielt die Geiger Kanaltechnik, Niederlassung Regenstauf.
Verdämmung des Ringraums zwischen Altrohr und SWP-Wickelrohr
Verdämmung des Ringraums zwischen Altrohr und SWP-Wickelrohr

SWP-Verfahren mit neuer Wickelmaschine

Das Maulprofil des Wellstahldurchlasses war vor der Sanierung rund 2 m hoch und ca. 3 m breit. Dieses sollte mit dem SWP-Wickelrohr auf einer Länge von gut 25 m neu ausgekleidet und der Ringraum verfüllt werden. Aus Sicht des Auftraggebers hatte sich das SWP-Verfahren bereits bei anderen Projekten vor Ort bewährt, weswegen es hier erneut zum Einsatz kam. Auch in größeren Durchmessern ist das PVC-Material durch die Wickelung im Doppelprofil statisch selbstragend und dadurch sehr belastbar.
Vom Bachbett aus begann der Einbau. Bei dieser Sanierungsmaßnahme kam erstmals die XS-Wickelmaschine der Geiger Kanaltechnik für Durchmesser von DN 800 bis DN 2000 zum Einsatz. Die beiden Profilbänder wurden über den Wickelkorb zu einem Rohr mit DN 1740 verbunden. Dabei wurden die PVC-Profile so eingefädelt, dass der Nut-und-Feder-Verschluss einrastet. Aufgrund der Kaltverschweißung wurde die Verbindung final verfestigt und dadurch dauerhaft dicht. Das so entstandene statisch selbsttragende Rohr schraubte sich gleichmäßig und kreisrund Meter für Meter ins Altrohr. Eine Wasserhaltung ist bei diesem Verfahren nicht nötig.

Mit SWP-Wickelrohr sanierter Durchlass | Fotos: Geiger Unternehmensgruppe
Mit SWP-Wickelrohr sanierter Durchlass | Fotos: Geiger Unternehmensgruppe

Verdämmt und abgemauert

Sobald das Wickelrohr fertiggestellt und im Altrohr fixiert war, konnte mit dem Verfüllen des Ringraums begonnen werden. Der Raum zwischen Wellstahl und Wickelrohr am Ablauf des Maulprofiles wurde durch eine Abmauerung mit Leichtbausteinen gefüllt. Im Inneren wurde das Wickelrohr währenddessen zur Auftriebssicherung mit Wasser beschwert. Anschließend wurde der Ringraum lagenweise von unten nach oben verdämmt. Die finalen Arbeiten bestanden daraus, den Zu- und Ablauf abzumauern und mit Wasserbausteinen zu sichern.
Die Maßnahme am Durchlass des Starzenbaches konnte in knapp drei Wochen abgeschlossen werden. Da die Hersteller der Materialien eine Nutzungsdauer von 80 Jahren angeben und alles fachgerecht verbaut wurde, wird das Bauwerk in den kommenden Jahrzehnten keinen Sanierungsbedarf mehr aufwerfen.

Lesen Sie außerdem unseren Artikel über ein Spezialharz, für die Kanalsanierung.