Grabenverbau: Neues Plattenwand-System braucht nur halb so viele Träger

MÜNCHEN, 01.04. 2019 – Die SBH Tiefbautechnik aus Heinsberg hat ein neues System für den Grabenverbau entwickelt, das bei gleicher Grabenlänge bis zu 50 Prozent weniger Träger vonnöten macht als der sogenannte „Berliner Verbau“. Die SBH-Träger-Verbauplattenwand hat schon die ersten Baustellentests hinter sich und wird erstmals auf der bauma 2019 vorgestellt.

SBH-Träger-Verbauplattenwand im Einsatz
Einsatz in Borken: Besonders in großen Tiefen spielt die SBH-Träger-Verbauplattenwand ihre Vorteile aus.
Bei der SBH-Träger-Verbauplattenwand werden die senkrechten Träger in Bohrungen mit und ohne Schutzrohr eingesetzt. Sie können auch durch eine besondere Konstruktionsauslegung gerammt werden. Statt waagerechter Holzbohlen werden großflächige Gleitschienenverbauplatten eingesetzt. Die Verbauplatten werden schräg versetzt und etwas überlappend in die Felder eingebaut – und zwar maschinell.

SBH-Träger-Verbauplattenwand als Alternative zum Berliner Verbau
Mit doppelter Feldlänge ist die Träger-Verbauplattenwand eine
wirtschaftliche Alternative zum Berliner Verbau. | Fotos: SBH
Das neue System hat technische und wirtschaftliche Vorteile: Weil die Platten im Vergleich zur Trägerbohlwand bei gleicher Grabenlänge eine verdoppelte Feldlänge erlangen, können bis zu 50 Prozent weniger Träger eingesetzt werden. So lasse sich eine höhere Ein- und Ausbauleistung erzielen, und zwar mit leichterem Gerät, heißt es von der SBH Tiefbautechnik. Außerdem sei es besondes setzungsarm, so der Hersteller.

Das Träger-Verbauplatten-System eignet sich für Schächte und Kanalgräben von über 10 Meter Tiefe. Beim Ziehen der Verbauplatten aus solch großen Tiefen treten besonders geringe Rückstellkräfte auf – ein weiterer technischer Vorteil. Einen seiner ersten Einsätze hat das neue System auf einer Baustelle in Borken erfolgreich absolviert.


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