Asphalteinbau im Sommer

Sommerliche Lageverbesserung: Im Straßen- und Tiefbau ist die Nachfrage im Juli gestiegen. Hier zu sehen: Asphalteinbau in Euskirchen | Foto: Deutscher Asphaltverband

Konjunktur im Juli:

Geschäftslage im öffentlichen Bau verbessert

BERLIN, 11.08.2015 – Der Wohnungs- und Gewerbebau hat sich in dem vergangenen Monaten positiv entwickelt, jetzt zieht offenbar auch der öffentliche Bau nach. Das hat die monatliche Konjunkturumfrage des ZDB ergeben. Für die Geschäftsentwicklung der kommenden Monate sind die Bauunternehmer zuversichtlich.

Die monatliche Konjunkturumfrage unter den Mitgliedsunternehmen des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes hatte in den letzten Monaten schon tendenzielle Verbesserungen der Lagebeurteilung angezeigt. Die beschränkten sich allerdings auf den Wohnungs- und Gewerbebau. Die Umfrage im Juli zeigt nun auch eine verbesserte Lagebeurteilung im öffentlichen Bau. Diese Einschätzung gilt sowohl für den Hochbau wie auch für den Straßenbau.
Vor allem aus dem Straßen- und Tiefbau wird eine gestiegene Nachfrage gemeldet. Die Nachfrage im Wohnungsbau bleibt überdurchschnittlich. Im Wirtschaftsbau zeigen die Order laut ZDB dagegen wenig Dynamik. Die Auftragsbestände werden hier auch schlechter bewertet als im Vormonat.

Keine Belebung in der Ferienzeit

Die Reichweite der Auftragsbestände bleibt insgesamt zum Vormonat unverändert, sie liegt im Hochbau bei 2,6 Monaten und im Tiefbau bei 2,2 Monaten. Die Beschäftigung hat gegenüber dem Vormonat leicht angezogen, liegt aber insgesamt weiter unter dem Vorjahresniveau. Dass sich die Bautätigkeit im Ferienmonat Juli nicht weiter belebt hat, zeigt auch die Geräteauslastung an. Sie hält im Hochbau bei 70 % und im Tiefbau bei knapp 65 %.

Sommerhitze sorgt für Nachtschichten

Witterungsbedingte Behinderungen wurden angesichts der extremen Hitze aus dem Süden gemeldet. Teilweise wurde die Arbeitszeit in die Nachtstunden verlegt. Eklatanter als die Hitze wird die Bautätigkeit vom Arbeitskräftemangel behindert, und das anhaltend.
Für die Geschäftsentwicklung bleiben die Unternehmer optimistisch. Auftrags- und Geschäftsentwicklungen werden positiv bewertet. Bei den Baupreisen wird keine Veränderung erwartet – bestenfalls. bi