Ulma entwickelt flexible modulare Deckenschalung

RÖDERMARK, 06.06.2019 – Die Ulma Construction GmbH hat ein neues Deckenschalungssystem entwickelt, das die Vorteile einer modularen Deckenschalung kombiniert mit der Flexibilität einer konventionellen Deckenschalungslösung. Zurzeit durchläuft die neue „Onadek“ ihren ersten Baustellentest.

Von Britta Brinkmeier

Deckenschalung Onadek mit teleskopierbaren Ausgleichsträgern
Im Grundraster modular, trotzdem flexibel: Durch Teleskopieren der Ausgleichsträger lässt sich das System im Randbereich einfach anpassen.

Beim Einschalen von Decken sind traditionelle lose Holzschalungsträger zwar sehr anpassungsfähig, haben aber diverse Nachteile: Ihr Einsatz ist sehr zeitaufwendig, erfüllt nicht mehr die aktuellen Anforderungen an Arbeitssicherheit und Standsicherheit und ist zudem oft mit Nachlaufkosten aus beschädigtem Material verbunden. Modulare Deckenschalungen sind dagegen deutlich schneller im Auf- und Abbau, lassen sich sicher vom Boden aus montieren, kommen allerdings bei komplexeren Deckengeometrien an ihre Grenzen.


Überlappung der Träger möglich


Das neue Deckenschalungssystem „Onadek“ von Ulma ist modular und flexibel zugleich. Es ist effizienter und sicherer im Einsatz als konventionelle Holzträgerschalungen, lässt sich aber einfacher an unregelmäßige Geometrien anpassen als modulare Deckenschalungen. Denn im Unterschied zu Moduldeckenschalungen erlaubt „Onadek“ ein Überlappen der Träger, wie man es von konventionellen Deckenschalungen gewohnt ist.
Onadek Deckenschalung
„Onadek“ wird auf der Baustelle mit nur wenigen Handgriffen sicher von unten montiert. | Fotos: Ulma Construction GmbH
Das System beruht auf einem modularem Raster aus 250 x 50 cm großen 3S-Schaltafeln mit einem fest verbundenen Trägerrost. Mit wenigen Handgriffen wird „Onadek“ von unten sicher montiert. Alle sechs Systemteile sind aus hochfestem, feuerverzinkten Stahl und wiegen je maximal 15 kg. Mit ihnen lassen sich Anpassungen an Stützen, Wänden und Unterzügen einfach und schnell herstellen. Auch komplexe Deckengeometrien können so ohne Weiteres geschalt werden, heißt es von Ulma.
Haupteinsatzgebiet der neuen „Onadek“ sind Deckenhöhen bis ca. 3,50 m und Deckenstärken bis 30 cm im Wohnungs- und Geschossbau.

Nach dem (Früh-) Ausschalen bleiben nur die Köpfe und Stützen unter dem Beton
Nach dem (Früh-) Ausschalen bleiben nur die Köpfe und Stützen unter dem Beton. Alles andere kann schon für die fortlaufenden Einschalarbeiten verwendet werden.

Erster Testlauf in Neubiberg


Seinen ersten Einsatz absolviert „Onadek“ zurzeit bei der Erweiterung der Unternehmenszentrale der Infineon AG am Campeon in Neubiberg, wo im Oktober 2018 der zweite Bauabschnitt gestartet ist. Auf dieser Baustelle wird ausgelotet, ob es noch Verbesserungsbedarf an dem Schalsystem gibt, bevor es auf den Markt kommt.


Mit Schalungen von Ulma wurden schon repräsentative Projekte realisiert. Einige Beispiele:
- Axel-Springer-Neubau: Jede Etage ist anders
- Cube Berlin: Gläserner Würfel auf dem Washingtonplatz