Aufstockung: Porenbeton-Verbundstein punktet bei Hamburger Wohnprojekt

WITTENBORN, 20.06.2019 – Rund 50 Wohnungen hat die Hamburger Immobilien- und Handelsgesellschaft mbH Zadeh in den letzten fünf Jahren durch Aufstockungen und Anbauten entwickelt. Mit dem „H+H Thermostein System“ baute das Unternehmen jetzt zum ersten Mal – mit positivem Feedback vom Bauunternehmen.

Aufstockung bei einem Wohnprojekt in Hamburg
Hamburg: Das zweigeteilte Wohngebäude an der Kreuzung Hermannstal/Manshardtstraße wurde durch eine Aufstockung um acht neue Wohnungen erweitert.

Durch die Aufstockung zweier Wohngebäude entstanden 2018 an der Kreuzung Hermannstal/Manshardtstraße acht neue Wohnungen mit je 55 bis 70 Quadratmetern Wohnfläche. Für die Außenwände setzte der Bauträger auf Porenbeton-Verbundsteine mit einer Steinwolle-Kerndämmung. Verarbeitet wurden rund 120 Kubikmeter „H+H Thermostein MW“. Zentraler Vorteil dieser Verbundsteine: Eine zweischalige Außenwand ohne Wärmebrücken, mit einer ausgezeichneten Winddichtigkeit und einem U-Wert von 0,16 W/(m²•K) entsteht in der gleichen Zeit wie eine Wand aus klassischen Porenbetonsteinen. Die Material- und Erstellungskosten für die fertige Außenwand liegen dabei bis zu 25 Prozent unter den im Markt üblichen Kosten für eine vergleichbar gut dämmende zweischalige Außenwandkonstruktion.

Verbundstein bietet Zeit- und Kostenvorteile


„Natürlich haben wir durchgerechnet, wo wir kostenseitig landen, wenn wir Innen- und Außenschale selbst mauern und eine Steinwolledämmung einlegen“, sagt Bauunternehmer Michael van der Voorn von der MAAD Bauunternehmen GmbH aus Hamburg. Die im besten Fall durch den Einsatz günstigerer Mauersteine mögliche Ersparnis habe den Zeitverlust aber eindeutig nicht wettgemacht.
H+H Thermostein System für Außenwände
„H+H Thermostein System“ für die Außenwände: Das zweischalige Mauerwerk aus Porenbeton mit innenliegender Steinwolledämmung ist so schnell erstellt wie eines aus konventionellen Porenbetonsteinen. | Fotos: H+H Deutschland GmbH
„Das ‚H+H Thermostein System‘ wird schnell und klassisch mit Dünnbettmörtel verarbeitet, wie wir das von Porenbetonsteinen kennen“, beschreibt Projektleiter Mario Tiegs die Arbeit. „Die Maße der Steine sind mit 600 x 400 x 200 auch annähernd gleich. Und mit einem Gewicht von 24 Kilogramm war der ‚H+H Thermostein MW‘ immer noch gut zu handhaben. In den Innen- und Außenecken konnte man einfach durcharbeiten, weil zum System auch Ecksteine gehören. Bei den Überdeckungen der Fenster und Terrassentüren haben wir mit ‚H+H Flachstürzen‘ gearbeitet. Die kann man ebenfalls von Hand und ohne Minikran einbauen.“
„H+H Thermostein MW“-Verbundstein
400 mm breit ist ein „H+H Thermostein MW“-Verbundstein. Dank der Kerndämmung aus 100 mm Steinwolle erreicht das Mauerwerk einen U-Wert von 0,16 W/(m²•K).
Im Marktsegment Aufstockung spiele Porenbeton eine immer größere Rolle, so Dr. Ing. Petra Kaiser, Produktmanagerin bei H+H Deutschland: „Diese Aufstockung in Hamburg ist aus unserer Sicht ein Paradebeispiel für einen ebenso ökologisch wie ökonomisch sinnvollen Wohnungsbau.“

Über 2 Millionen Wohnungen könnten zusätzlich in Deutschland allein duch Aufstockungen und andere Formen der Nachverdichtung entstehen, so eine aktuelle Studie.