Bircoport-Einsatz bei Sanierungsprojekt auf isländischem Flughafen

BADEN-BADEN, 22.06.2019 – Mit großen Belastungen wird die monolithische Entwässerungsrinne Bircoport gut fertig. Daher konnte am Flughafen Keflavik nahe Rejkjavik mit der Stahlbetonrinne von Birco eine haltbare Lösung für die unwirtlichen Bedingungen auf der vulkanisch aktiven Insel und deren Tiefsttemperaturen gefunden werden.

Flughafenvorfeld in Island mit Revisionsöffnung für Rinne
Blick auf das Vorfeld mit Baustelle, Im Vordergrund die vormontierte Revisionsöffnung der Bircoport.

Bei diesem anspruchsvollen Projekt war die Aufgabe für Michael Göttl, Vertrieb International bei Birco, das Zusammenspiel aus Ist-Zustand und Belastungen in den kommenden Jahren: „Eine Sanierung von Flugbetriebsflächen und dort eingebauten Schwerlastrinnen ist immer eine komplizierte Angelegenheit. Die Interessen aller Beteiligten lernten wir durch fachliche Beratung genau kennen. Mit diesem Wissen konnten wir für einen schnellen Ausbau des defekten Fremdfabrikats sorgen, wobei alte Fundamente und Bewehrungen immer für Überraschungen und Verzögerungen sorgen können. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit dem Betreiber Isavia und dem benannten Bauunternehmen Istak die vorhandenen Zeitfenster von neun Stunden in der Nacht für Vorbereitung, Ausbau, Einbau und Säubern der Baustelle genau durchgeplant. Die sparsame fachmännische Öffnung der Belagsfläche in Etappen und der geschickte Einsatz der Bagger war ein entscheidender Faktor.“ Morgens wurden die frisch installierten Teilabschnitte abgedeckt und der Bereich des Flughafen-Vorfeldes konnte ungestört genutzt werden.

Öffnen des Oberflächenbelags mit Betonsäge
Öffnen des Oberflächenbelags mit einer Betonsäge

Genaue Planung und Logistik

Das Zeitfenster zur Realisierung war eng gesetzt. Die professionelle Lieferung der 3,5 Tonnen schweren Bircoport-Bauteile wurde über Bircos Logistikzentrum geplant und mit dem Distributionspartner auf Island Vatn & Veitur ehf koordiniert. „Die Abstimmung zwischen Baufortschritt und Lieferzeit war optimal, zumal die Bauteile die 2.600 Kilometer mit Seefracht transportiert wurden, was die effizienteste Variante darstellte“, erklärt Michael Göttl. „Die Rinnen waren pünktlich vor Ort und alle Bauabschnitte konnten sogar schneller als geplant abgeschlossen werden, trotz der extremen Wetterschwankungen.“ Bei solchen Herausforderungen sei der Preis für das Bauteil ein sekundäres Entscheidungskriterium. „Es ist das Gesamtpaket unserer umfassenden Serviceleistung. Zusammen mit den technischen Eigenschaften der Rinnen ist es eine gute Investition“, so Göttl weiter.

Auf Stabilität gesetzt

Hohe dynamische Kräfte durch Befahrung und extreme Wetterverhältnisse über das ganze Jahr setzten dem alten für die Belastung unterdimensionierten Produkt zu; das defekte Rinnenmodell musste schließlich ausgetauscht werden.
Die Erfahrung, welche die Betreiber mit dem zuvor eingebauten Material gemacht hatten, soll sich in Zukunft nicht wiederholen. So fanden die Entscheider im Produkt Bircoport eine Kombination sinnvoller Eigenschaften: kompakte Maße bei höchster Stabilität ohne seitliche Ummantelung. Michael Göttl präzisiert die Vorteile: „Der Einbau als Typ-I-Rinne ohne Ummantelung spart viel Aushub und macht sie zur Lösung für Sanierungen. Nicht nur die Belastung der Klasse F 900 ist für unsere Bircoport kein Problem, sondern auch der seitliche Druck durch die Belagsfläche bei Temperaturunterschieden von 50 Grad. Das wird durch die großzügige monolithische Bauart kompensiert. Technisch wurden die Dehnfugen durch unsere Anwendungstechnik genau berechnet. Zum Einsatz kamen Styrodur-Platten, womit eine schnelle Fugenausbildung realisiert werden konnte.“
Voller Zufriedenheit zeigt sich auch Jón Haraldsson, Project Manager am Keflavik Airport: „Begeistert hat uns die Präsenz von Birco vor Ort. Die Unterstützung zu Beginn des Einbaus durch Techniker hat uns die Arbeit erleichtert und die Herangehensweise konnte optimiert werden.“

Entfernen des Fremdfabrikats
Entfernen des defekten Fremdfabrikats

Keine Zeit für Experimente

Flughäfen haben die höchsten Ansprüche an Sicherheit und reibungslose Abläufe ohne Unterbrechung. Besonders Island ist auf den schnellen Transport angewiesen. Deshalb hat eine gesperrte Flugbetriebsfläche deutliche Auswirkungen. Am Flughafen Keflavik ging die Umbaumaßnahme für die Betreiber fast unbemerkt über Nacht in wenigen Arbeitstagen über die Bühne. Präzise Vorplanung und saubere Arbeit durch das Bauunternehmen Istak sowie ein schneller Einbau der 5 m langen Bircoport-Fertigteile führten zum Erfolg. „Zudem sind nach dem Ende der Bauarbeiten die Aussichten auf einen sehr langen ungestörten Betrieb äußerst gut“, kommentiert Göttl. „Die Leistungsreserven und die Betriebssicherheit der statisch geprüften Rinnen mit DIBt-Zulassung sind vielversprechend.“

Einsetzen der Bircoport, der Spezialrinne für Flughäfen und sonstige Bereiche mit großer Belastung, direkt von oben mittels Verlegehilfen. Die monolithischen Bauteile mit 5 m Länge und 3,5 t Gewicht wurden auf die dynamischen Lasten am Flughafen angepasst und statisch geprüft. | Fotos: Birco