Wacker Neuson testet unbemannte Mietstationen

KIEL, 21.06.2019 – Digitale Werkzeuge helfen dabei, den Mietprozess schneller und schlanker abzuwickeln. Wacker Neuson verzichtet bei seiner „Onsite Box“ auf Personal: Die unbemannten Container werden über eine App geöffnet und sollen die kurzfristige Verfügbarkeit von Maschinen auf der Baustelle verbessern.

"Onsite Box" von Wacker Neuson
Die „Onsite Box“ – hier auf der bauma 2019 in München – wird zurzeit in Pilotprojekten bei Kunden getestet. | Foto: B_I
Im Rahmen seiner Digitalisierungsstrategie denkt Wacker Neuson schon länger über neue Wege in der Gerätevermietung nach. Nicht umsonst arbeiten die Münchener seit dem vergangenen Jahr mit der Online-Vermietplattform Klarx zusammen. Einer dieser neuen Ansätze ist die „Onsite Box“ von Wacker Neuson: Dieser Container wird auf großen Baustellen platziert und mit dort typischerweise benötigten Baugeräten und kompakten Baumaschinen bestückt.

Die dort tätigen Unternehmen können dann bei Bedarf Maschinen und Geräte zur Miete entnehmen; das Geräteprogramm soll sich dabei dem Baufortschritt anpassen. Die Container sind verschlossen und sollen sich in Zukunft über eine App öffnen lassen. „Das Konzept steht, die App steht, der Zugang zum Container funktioniert. Jetzt beginnen wir das mit Piloten in der Praxis auszuprobieren und gehen live in den Betrieb auf den ersten Baustellen“, sagt Martin Lehner, Vorstandsvorsitzender der Wacker Neuson Group.

Wacker Neuson hat auch einen speziellen Zero-Emission-Container konzipiert. Ein solcher ist zurzeit auf einer Baustelle in Frankfurt im Einsatz. Er enthält neben den emissionsfreien Elektrogeräten von Wacker Neuson auch die zugehörigen Akkus und Ladegeräte. Auch als mobile Mietstation kann Wacker Neuson sich die „Onsite Box“ vorstellen. In einer Region, wo sich eine feste Niederlassung mangels Nachfrage noch nicht lohne, sagt Lehner, könne der Container die herkömmliche Mietstation ersetzen.