Merkblatt veröffentlicht: RSV setzt Standards zum Druckrohr-Schlauchlining

HAMBURG, 3.7.2019 – Mit dem Merkblatt 1.2 hat der Rohrleitungssanierungsverband (RSV) erstmals einen Standard zur Renovierung von Druckrohrleitungen definiert. In dem neuen Papier werden alle Aspekte des Druckschlauchliner-Verfahrens für diesen Spezialbereich beschrieben. Sowohl von Seiten der Netzbetreiber als auch von Seiten der Hersteller gilt das Merkblatt als wichtiger Meilenstein, um Druckschlauchliner-Verfahren in diesem Bereich zu etablieren.


Das Merkblatt steht Kommunen, Netzbetreibern, ausführenden Unternehmen und Ingenieurbüros zur Verfügung, zum Beispiel als Basis für Planung und Ausschreibungen. „Auftraggeber benötigen nicht nur die Sicherheit für den Einsatz von Sanierungsverfahren, sondern auch die Anforderungen und Hinweise für die Planung von Projekten“, erklärt Delia Ewert vom Ingenieurbüro Hamburg Wasser, die gemeinsam mit Dr. Susanne Leddig-Bahls (IQS Engineering) den Arbeitskreis 1.2 des RSV leitete. Mit dem Merkblatt stehe nun ein Gesamtwerk zur Verfügung, das für diesen speziellen Anwendungsfall eine Orientierung von der Planung über die Ausschreibung bis zu Einbau und Qualitätssicherung bietet.

Gemeinschaftsarbeit von Netzbetreibern und Unternehmen

Damit sowohl die Aspekte der Auftraggeber- als auch der Auftragnehmerseite mit einfließen konnten, hatten im Arbeitskreis für das Merkblatt 1.2 „Renovierung von Abwasserdruckleitungen mit vor Ort härtendem Schlauchlining“ ausführende Unternehmen, Systemhersteller, Prüflaboratorien und Netzbetreiber mitgewirkt. Seitens der Entwässerungsbetriebe waren Verantwortliche aus Bremen, Hamburg und Köln dabei.
Das Merkblatt stellt die normative Basis des Druckschlauchliner-Verfahrens dar und definiert die Anforderungen an Materialien und Techniken. Neben grundsätzlichen Hinweisen zum Druckschlauchlining werden auch Verbindungstechniken und Anschlusstechniken behandelt. Inzwischen gibt es auch ein vom DIBt anerkanntes Prüfverfahren, das eine Standardisierung für die Qualitätssicherung von Druckschlauchlinern bietet. „Wir haben nun erstmals Gesamtanforderungen an das System definiert und schließen damit die Lücken im vorhandenen Regelwerk“, bewertet Andreas Haacker, Vorsitzender des RSV, die Bedeutung des Merkblatts.

Obfrauen Dr. Leddig-Bahls und Ewert präsentieren das neue RSV-Merkblatt
Die Obfrauen des Arbeitskreises Dr. Susanne Leddig-Bahls und Delia Ewert präsentieren das Merkblatt zum Druckrohr-Schlauchlining, das jetzt öffentlich zur Verfügung steht. | Foto: RSV

Download als PDF

Der RSV stellt das PDF zum Download auf der Website (www.rsv-ev.de) und das Papier auf Anfrage (info@rsv-ev.de) auch gedruckt zur Verfügung. Anfragen können zudem telefonisch an die RSV-Geschäftsstelle erfolgen (Tel.: 040/21074167).