Willkommen für Flüchtlinge:

Leichtbauhallen als schnelle Zwischenlösung

BAD NEUSTADT (Saale), 18.08.2015 – Schnell geliefert, schnell montiert: Vier temporäre Leichtbauhallen für ein neues Ankunftszentrum für Flüchtlinge in München lieferte der Hallenspezialist Haltec. Vom Erstangebot bis zur Eröffnung vergingen nur 17 Wochen.

Wartebereich der Empfangshalle
Der Wartebereich in der beflaggten Empfangshalle: In 27 Sprachen werden die Flüchtlinge hier in Empfang genommen. | Fotos: Haltec

Über 40.000 Flüchtlinge sind nach Behördenangaben seit Jahresbeginn in München angekommen. Das entspricht 250 bis 350 Flüchtlingen am Tag. Eine Zahl, die das bisherige Münchner Ankunftszentrum nicht mehr bewältigen konnte. Schnell musste eine Lösung für eine neue Erstaufnahmeeinrichtung gefunden werden. Die Entscheidung fiel auf eine Kombination aus vier temporären Leichtbauhallen und 95 Containermodulen. Diese wurden auf einem 2.500 Quadratmeter großen Areal im Euroindustriepark errichtet.
Ziel war es, den neuen Komplex menschenfreundlich zu gestalten. Die meist erschöpften Menschen aus aller Welt werden künftig von mehrsprachigen Mitarbeitern mit Flyern in 27 Sprachen in Empfang genommen. Anschließend können sie sich in einer Art Cafeteria stärken und ausruhen, bis sie ein medizinisches Erstscreening und eine Erstregistrierung durchlaufen können. Mehr als 100 Mitarbeiter, teilweise im Drei-Schicht-System, kümmern sich um einen reibungslosen Ablauf. Läuft alles wie geplant, verlassen etwa zwei Drittel der Menschen die Stadt wieder und werden in anderen Regierungsbezirken oder Bundesländern untergebracht.

Temporäre Zwischenlösung

Die in Deutschland geplanten und gefertigten Aluminium-Leichtbauhallen wurden mit wärmedämmender Sandwichverkleidung ausgerüstet und überbauen insgesamt eine Fläche von knapp über 1.000 Quadratmeter. Dank Baukastensystem und großer Lagerhaltung realisierte die Haltec Hallensysteme GmbH dieses Bauvorhaben in kürzester Zeit. Vom Erstangebot im März bis zur Fertigstellung vergingen nur ca. 17 Wochen. Montiert waren die Hallen, trotz Integration der Containermodule, in wenigen Wochen.
Diese schnelle Lieferfähigkeit und die Möglichkeit, die Hallen rückstandsfrei zu demontieren, waren ausschlaggebende Faktoren für die Wahl dieses Hallensystems. Denn geplant ist, dass diese Form des Ankunftszentrums in ca. zwei Jahren einer dauerhaften Lösung weichen soll. Die Hallen wurden deshalb vorerst für 24 Monate bei Haltec angemietet und gehen nach dem Rückbau wieder in den regulären Mietpool des Unternehmens über.
Leichtbauhalle von Haltec
Vier Leichtbauhallen, hier mit den Maßen 12,5 x 12,5 m, wurden im Euroindustriepark aufgebaut.

Weiterer Handlungsbedarf im Winter

Ob die Standzeit von zwei Jahren eingehalten werden kann, bleibt jedoch abzuwarten. Bereits wenige Tage nach Eröffnung der Einrichtung musste die Anlage kurzfristig geschlossen werden, nachdem in einer Nacht über 700 Flüchtlinge in München ankamen. Die Lage entspannte sich, nachdem auf einer Freifläche zusätzliche Zelte durch das THW aufgestellt wurden.
Viele Kommunen in Deutschland stehen indes vor einem weiteren Problem, woran in diesem heißen Sommer kaum einer denkt: Die vielerorts rasch angelegten Zelt-Notunterkünfte sind nicht winterfest. Es besteht großer Handlungsbedarf, damit auch über die kalte und nasse Jahreszeit würdige Unterkünfte bereitgestellt werden können. Eine Überbrückungslösung könnten isolierte temporäre Leichtbauhallen sein. Sie sind schnell geliefert und montiert und lassen sich beheizen.

Über Haltec

Die Haltec Hallensysteme GmbH hat sich auf Stahlhallen, Leichtbauhallen und Industriezelte in Systembauweise spezialisiert. Sonderkonstruktionen, Mietoptionen, ein umfassender Beratungs- und After-Sales-Service sowie eine individuelle Finanzierung gehören zum Leistungsangebot des Herstellers. Seit der Gründung 1996 ist die mittelständische Unternehmensgruppe auf mehr als 20 Standorte in Europa gewachsen. Hauptsitz ist im nordrhein-westfälischen Hemer, die Produktion nördlich von Berlin. bi