Museum in Danzig: Faserfix-Entwässerungslinien unterstreichen Architektur

RASTATT, 11.7.2019 – Das Museum des Zweiten Weltkriegs in der polnischen Hafenstadt Danzig beeindruckt durch seine abstrakte Form, die wie ein schräg gelegter Turm mit verglaster Fassade markant in die Luft ragt. Daran angepasst ist das Entwässerungssystem gestaltet. Die parallel um den Turm angeordneten schwarzen Linien des Rinnen-Systems Faserfix KS unterstreichen den expressiven Charakter des Gebäudes.

Linienentwässerung Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig
Imposant: Das Museum des Zweiten Weltkriegs in der polnischen Hafenstadt Danzig beeindruckt durch seine abstrakte Form.

Das „Muzeum II Wojny Światowej“, wie es auf Polnisch heißt, erzählt auf einer Fläche von 5.000 m2 die Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Das Museumsgelände selbst gliedert sich in verschiedene Zonen, die die Beziehungen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft widerspiegeln. Im Untergeschoss beginnt die Besucherführung mit der Erzählung der Kriegsrealität. Danach geht es über den Platz rund um die Anlage, dort setzt sich die Ausstellung inhaltlich in Bezug zur Gegenwart, um schließlich in die Zukunft zu blicken.
„Unser Design schafft die Antwort auf die Frage, wie ein modernes Museum aussehen sollte. Es ist in der Lage, über die Folgen des Zweiten Weltkrieges, der Katastrophe, die die ganze Welt beeinflusste, zu berichten“, kommentierte Architekt Daniel Libeskind die Bekanntgabe seines Entwurfs als Gewinner des internationalen Architekturwettbewerbs im Jahr 2010. Weitere sieben Jahre später fand die offizielle Einweihung des Museums statt, für dessen Entwässerung Hauraton verantwortlich zeichnet.
Faserfix KS beim Turm des Danziger Museums
Nicht alltägliche Linienentwässerung: Die parallel um den Turm angeordneten schwarzen Linien des Rinnen-Systems Faserfix KS unterstreichen den expressiven Charakter des Gebäudes. | Fotos: Hauraton

Entwässerungssystem unter und über den Besuchern

Der den Turm umgebende Platz bildet gleichzeitig das Dach des unterirdischen Museumsteils. Entwässerungslinien durchziehen seine gesamte Fläche, verlaufen unter den Füßen der Besucher ebenso wie über ihren Köpfen. Besondere Herausforderung: Da das Entwässerungssystem auf der Bodenplatte eingebaut wurde und der Abfluss nach unten durch die Bodenplatte geführt wird, war es nicht möglich, Einlaufkästen zu installieren.
Die Empfehlung von Hauraton bestand in der Verwendung des Systems Faserfix KS, das auf faserverstärktem Beton basiert. „Bei diesem Rinnensystem lässt sich an jeder beliebigen Stelle des Rinnenbodens ein Loch bohren und die Rinne auf die jeweils exakt benötigte Länge zuschneiden“, erläutert Rafał Rychert, verantwortlicher Projektberater von Hauraton in Polen. Damit lässt sich das Entwässerungssystem optimal an die spezifischen Projektanforderungen anpassen. Zur Fertigstellung der Entwässerungsleitung wurden KTL-beschichtete Gussroste verwendet.