LaMoSieb: Graben und Sieben leicht gemacht

KÖLN, 16.07.2019 – Das Labor für Baumaschinen der TH Köln und der Holp GmbH haben das gemeinsame Forschungsprojekt „LaderMobile Siebeinrichtung“ (LaMoSieb) gestartet, um ein vereinfachtes Graben und Sieben im GaLaBau zu erreichen. Wie genau funktioniert diese Siebeinrichtung?

Marcel Mächler (l.) und Lukas Hilse präsentierten am Holp-Messestand auf der bauma den Prototypen der Siebeinrichtung
Marcel Mächler (l.) und Lukas Hilse präsentierten am Holp-Messestand auf der bauma den Prototypen der Siebeinrichtung.Die beiden studieren an der TH Köln Maschinenbau mit der Vertiefung Mobile Arbeitsmaschinen und arbeiten im Rahmen einer Forschungsarbeit mit am Projekt, das noch bis 2020 läuft. | Foto: B_I/Stoffregen
Graben und Sieben in einem Arbeitsgang ist bislang nicht möglich, da gängige Siebschaufeln zu schwer für Mobilbagger der Gewichtsklasse von 3 bis 6 t sind, die in der Regel im GaLaBau eingesetzt werden. Die Siebeinrichtung LaMoSieb soll so konzipiert werden, dass sie unkompliziert auf die marktüblichen Baggerlöffel montiert werden kann. Ihre Funktionsweise: Nach dem Aufnehmen des Erdreiches wird der Löffel mit der Siebeinrichtung verschlossen und auf den Kopf gestellt. Das Siebgut liegt dann auf einem umlaufenden Förderband in der Siebeinrichtung, das das Material zu einer Reihe von Abnehmern bewegt. Diese lassen feines Material durch, so dass es aus der Schaufel fällt, während zu grobes Material im Löffel verbleibt.
Arbeitsschritte der zu entwickelnden integrierten Siebeinrichtung im Zusammenspiel mit dem Baggerlöffel. | Abb.: TH Köln
Arbeitsschritte der zu entwickelnden integrierten Siebeinrichtung im Zusammenspiel mit dem Baggerlöffel. | Abb.: TH Köln

Durch Änderung der Laufrichtung des Förderbandes kann ohne Umbau Siebgut in zwei verschiedene Körnungen produziert werden. Die Menge des Siebguts, das in einer Stunde bearbeitet werden kann, soll nicht hinter der in einer herkömmlichen Siebanlage zurückbleiben.Der Arbeitsprozess soll bei allen vorkommenden Bodenarten und Partikelgrößen sowie bei jeder Witterung funktionieren. Um das zu gewährleisten, werden Sensoren zur Ermittlung der Drehzahl, des Drehmoments und der Feuchtigkeit verbaut.

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