Qualifiziertes Personal muss erst zum Arbeitsbeginn bereitstehen

BONN, 31.07.2019 - Wenn ein öffentlicher Auftraggeber ausreichend qualifiziertes Personal zur „Bedingung für die Auftragsausführung“ macht, muss dieses Personal nicht bereits im Zeitpunkt der Angebotsabgabe, sondern erst zu Beginn der Arbeiten vorhanden sein, so die VK Bund.

Die Vergabekammer des Bundes hat sich in ihrem Beschluss vom 27.08.2018 - VK 2-74/18 - mit der Frage auseinandergesetzt, wann ein Bieter über das für einen Auftrag notwendige qualifizierte Personal verfügen muss.

Sie hat festgestellt:

  • Auf das Angebot eines Bieters, dessen personelle Kapazitäten nicht ausreichen, um die nachgefragten (Spezial-)Arbeiten durchzuführen, darf der Zuschlag nicht erteilt werden.
  • Ein Bieter ist ungeeignet, wenn erkennbar ist, dass er die Arbeiten mit dem vorhandenen Personal nur unter Nichteinhaltung bzw. unter Verstoß gegen arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen oder zwingende Unfallverhütungsvorschriften durchführen kann.
  • Macht der Auftraggeber ausreichend qualifiziertes Personal zur "Bedingung für die Auftragsausführung", muss dieses Personal nicht bereits im Zeitpunkt der Angebotsabgabe, sondern erst zu Beginn der Arbeiten vorhanden sein.

Hier geht es zum Beschluss der Vergabekammer Bund

(Quelle: ibr-online) | B_I MEDIEN

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