Konjunktur im März:

Baugewerbe startet verhalten in die Saison

BERLIN, 17.04.2015 – Für die Bauunternehmen war eine Belebung der Geschäftslage im März nicht erkennbar. Sie bewegte sich nach Einschätzung der Firmen auf Vormonatsniveau. Das hat die monatliche Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes unter seinen Mitgliedsunternehmen ergeben.

Aufgrund der milden Witterung konnten die Unternehmen bereits im Januar und Februar „durchproduzieren“. Die Lagebeurteilung bleibe aber hinter dem Niveau des Vorjahres zurück, als milde Witterung und gute Auftragsbestände zu sehr guten Lagebeurteilungen führten, so der ZDB.
Aktuell erhält die Geschäftslage im Wohnungsbau weiter gute Noten. Befriedigende Noten gibt es für den Wirtschaftsbau und den sonstigen Tiefbau. Der öffentliche Bau erhält eher unbefriedigende Urteile, wobei für den Straßenbau tendenziell Verbesserungen ablesbar sind. Eindeutig unbefriedigend sind die Urteile zum öffentlichen Hochbau. Hier zeige auch die Orderentwicklung in den letzten Monaten keine Impulse, so der Verband.
Die Bautätigkeit wurde insgesamt nicht ausgeweitet. Steigerungen im Wohnungsbau standen rückläufige Meldungen im Wirtschaftsbau und öffentlichen Bau gegenüber.

Nachfrage unverändert

Zur verhaltenen Lagebeurteilung dürfte laut ZDB maßgeblich die nahezu unveränderte Nachfrage nach Bauleistungen beigetragen haben. Die Auftragsbestände werden im Tiefbau mit 1,7 Monaten angegeben, was exakt dem Vorjahrmonatswert entspricht. Im Hochbau werden gut 2,5 Monate gemeldet, was nur etwas über Vorjahrmonatswert von 2,2 Monaten liegt. Die Geräteauslastung erhöhte sich im Hoch- wie im Tiefbau geringfügig; im Hochbau auf knapp 60 %, im Tiefbau auf gut 50 %.

Keine Bewegung bei den Preisen

Die Mehrheit der Bauunternehmen erwartet laut ZDB, dass die Auftraggeber in der nächsten Zeit wieder mehr Aufträge auslösen, denn sie schätzen die Geschäfts- und Auftragsentwicklung für die nächsten Monate weiter zunehmend ein. An der „Preisfront“ erwarten die Unternehmen weiterhin kein Steigerungspotential.
Die Investitionen sind auf Ersatzbeschaffung ausgerichtet. Ein anhaltendes Problem bleibt der Fachkräftemangel. Zudem wurden mehr witterungsbedingte Behinderungen gemeldet als im Vormonat und Vorjahr.
bi