Referenz für Leptien: Rundes Dialysezentrum fast fertig

KIEL/STEINACH, 13.08.2019 – Die Ausbauphase des neuen Dialyse-Zentrums in Kiel hat begonnen. Der Neubau, dessen Grundstein vor gut einem Jahr direkt neben der Lubinus-Klinik gelegt wurde, hat einen runden Baukörper – ein Novum für den Bauherren PHV. Für die Formgebung der Stahlbetonkonstruktion setzte das Bauunternehmen Jürgen Leptien drei Schalungssysteme von Paschal ein.

Das fast fertige PHV-Dialysezentrum in Kiel
Das neue Nieren- und Gefäßzentrum in Kiel soll im Herbst fertiggestellt sein. Am Rundbau sind schon die Träger für die umlaufenden Balkone montiert. | Foto: BB/B_I baumagazin

Zum ersten Mal baut die Stiftung Patienten-Heimversorgung (PHV) als Bauherr ein rundes Dialysezentrum. Das hat vor allem logistische Vorteile bei der Behandlung: Vom Stationszimmer im Zentrum aus sind die Behandlungszimmer mit 52 Dialyseplätzen, die sternförmig darum herum liegen, alle gleich schnell zu erreichen. Das markante Rundgebäude verfügt über eine Nutzfläche von insgesamt knapp 3.200 Quadratmetern auf drei Etagen. Dazu kommen vier Arztpraxen im Obergeschoss. Im Erdgeschoss befinden sich der Empfang, die Technik, das Lager und die Sozialräume.

Bauschild Dialysezentrum Kiel
Das Bauschild für das neue PHV-Dialysezentrum: In den Bau hat
die PHV 8,3 Millionen Euro investiert. | Foto: BB/B_I baumagazin
Die Bauausführung hat die Kieler Jürgen Leptien Bauunternehmung GmbH & Co. KG übernommen. Für die Gründung mussten 275 Bohrpfähle zur mittelbaren Lastabtragung eingebracht werden. Dann folgte der Einbau einer 60 cm starken Tragschicht. Darauf goss Leptien eine rund 1.000 Quadratmeter große und 60 cm dicke Stahlbetonbodenplatte.
Die Wände, die Stützen sowie die Treppenhaus- und Fahrstuhlschächte wurden mit rund 400 Quadratmetern der Wandschalung „Logo.3“, ca. 180 Quadratmeter „TTR - Trapezträger-Rundschalung“ und 150 laufenden Metern Rundstützenstahlschalung aus Stahl in den Durchmessern 40, 30, und 25 cm erstellt.

Fast komplett im System geschalt


Für die Betonage von Schachtwänden kombinierte das Bauunternehmen Logo.3-Elemente mit Ausschal-Innenecken. So konnte die Innenschalung für den jeweiligen Schachtkern in einem Zug ausgeschalt und versetzt werden. Weil die Systeme untereinander kompatibel sind und zahlreiche Kombinationen möglich sind, konnten die Schalungsplaner von Paschal die Schalung so auf die Geometrien der Betonkonstruktionen einstellen, dass keine bauseitigen Holzausgleiche hergestellt werden mussten.
Bei der Arbeitsvorbereitung, der Schaltechnik und der Logistik wurde Leptien vom Paschal-Service-Center Hamburg unterstützt, das die Schalungspläne in 3D konstruierte – mit allen Detaildarstellungen der Schalungs-Elemente und den Zubehörteilen.
Zudem lieferte Paschal vorgerundete TTR-Schalungselemente auf die Baustelle und unterstützte seinen Kunden beim Aufstocken von Schaleinheiten.
Die TTR - Trapezträger-Rundschalung wurde vorgerundet zur Baustelle geliefert. Die runde Stahlbetonstütze im Vordergrund wurde mit einer Rundstützenschalung geschalt. | Foto: Jürgen Leptien Bauunternehmung GmbH & Co. KG

Gemietete Schalung im Anschluss gekauft


Die Schalungsplanung, die Logistik, das Einschalen, Betonieren und Ausschalen funktionierte reibungslos – wie geplant und vereinbart, resümieren die beiden Leptien-Geschäftsführer Stefan Jans und Hans-Martin Schwalb. Auch die Frischbetondruckaufnahme von 60 bis 80 KN/m² haben die Systeme maßgenau mitgemacht. Von der Qualität und den praktischen Vorzügen sind sie so überzeugt, dass sie gemieteten „Logo.3“-Schalungselemente gekauft haben. Nur dass die formschönen Betonkonstruktionen mit ihren einwandfreien Betonoberflächen hinter verputzten Wärmedämmsystemen verschwinden sollen, bedauern sie.
Vorn und hinten die aufgestockte Wandschalung „Logo. 3“ zum Schalen von großen Wandflächen wie auch Wandecken und Wandvorlagen. In der Mitte eine Rundstützenstahlschalung mit montierter Arbeitsplattform für sicheres Betonieren. | Foto: Jürgen Leptien Bauunternehmung GmbH & Co. KG



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