Komatsu: China drückt Baumaschinen-Umsatz ins Minus

KIEL, 12.08.2019 – Komatsu hat im zweiten Quartal 2019 einen Umsatzrückgang von 5,5 Prozent bei Baumaschinen hinnehmen müssen. Grund ist vor allem die sinkende Nachfrage in Asien, insbesondere im weltgrößten Baumaschinenmarkt China, wo der Handelskonflikt mit den USA die wirtschaftlichen Aussichten eintrübt.

Komatsu Hydraulikbagger PC360LCi-11
Digital vernetzte Baumaschinen sind nach Komatsus Überzeugung die Zukunft des Bauens. Der in diesem Jahr vorgestellte PC360LCi-11 ist der zweite Kettenbagger von Komatsu, der ab Werk mit 3D-Maschinensteuerung ausgerüstet wird. | Foto: Komatsu
Dabei verkauften die Japaner in Europa gut – fast zehn Prozent mehr Maschinen wurden abgesetzt. Auch in Nordamerika gab es ein kleines Plus. Allerdings gab es im Riesenmarkt China und dem Rest Ostasiens einen scharfen Rückgang der Nachfrage (- 28 %), so dass unter dem Strich mit umgerechnet rund 4,7 Milliarden Euro Umsatz ein deutliches Minus bleibt.

In China schlägt sich insbesondere die wachsende Unsicherheit infolge des Handelskonflikts mit den USA in der gesunkenen Nachfrage nieder. Der Gewinn im weltweiten Baumaschinengeschäft von Komatsu sank um 22,2 Prozent, vor allem wegen des geringeren Verkaufsvolumens und der veränderten regionalen Verteilung der Umsätze.

Unterdessen arbeitet Komatsu intensiv an der Entwicklung elektrisch angetriebener Baumaschinen – den auf der bauma 2019 gezeigten Minibagger will das Unternehmen nach eigenen Angaben „so schnell wie möglich“ auf den Markt bringen – und der Baustellenlösung „Smartconstruction“. Sie ging Anfang 2015 in Japan an den Start und wurde dort bis heute schon auf über 8.000 Baustellen eingesetzt.

In den Vereinigten Staaten und Deutschland kommt die Technik bei Pilotkunden zum Einsatz. Komatsu hat in hochpräzise GNSS-Korrekturdaten investiert, um die Präzision vernetzter Baumaschinen zu verbessern. In Zukunft will Komatsu ein Smartconstruction-Nachrüstkit anbieten, das Bestandsmaschinen mit Vernetzungsfunktionen ausstattet und so den digitalen Wandel auf der Baustelle beschleunigt.