Nordbau eröffnet: Auf dem Weg zur Zukunftsregion Ostsee

NEUMÜNSTER/KIEL, 12.09.2019 – Bei Sonnenschein und freundlichen 19 Grad startete gestern die Nordbau zum 64. Mal. Die offizielle Eröffnungszeremonie übernahmen neben Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther in diesem Jahr die Ehrengäste aus Dänemark, Norwegen und Finnland. Zentrales Thema der Auftaktveranstaltung war die Bedeutung des Fehmarnbelt-Tunnels für die Zukunftsregion Ostsee.

von Britta Brinkmeier

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther auf der Nordbau 2019
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther machte nach der Eröffnungsfeier seinen Messerundgang – und bestieg den Cat-Radlader 966 M bei Zeppelin. | Foto: BB/B_I

Der Regen zog erst abends auf: Der erste Tag der Messe war weitgehend beleuchtet von spätsommerlicher Sonne. Betrüblich nur, dass Dirk Iwersen, Geschäftsführer der Holstenhallen, zum ersten Mal nicht an der Nordbau teilnehmen konnte, er war wegen einer unaufschiebbaren Operation verhindert. So übernahm Messeleiter Wolfgerd Jansch die Begrüßung der Gäste aus Politik und Wirtschaft bei der offiziellen Eröffnungsveranstaltung. Die stand ganz im Zeichen des derzeit größten und teuersten europäischen Infrastrukturprojekts – der festen Querung des Fehmarnbelts. Die Bedeutung dieses einmaligen Bauprojekts wurde durch die skandinavische Prominenz deutlich, die zu Gast war: Finnlands Botschafterin Anne Sipiläinen, Friis Arne Petersen, Botschafter von Dänemark, und Detlef Palm, Norwegens Honorarkonsul in Hamburg.

Leidenschaftlicher Einsatz für die Feste Fehmarnbelt-Querung: Bernd Jorkisch, Vorstandsvorsitzender des HandeBelt Initiativkreis e.V. und Honorarkonsul Finnlands | Foto: BB/B_I
Als leidenschaftlicher Streiter für die Fehmarnbeltquerung machte Bernd Jorkisch, Vorstandsvorsitzender des HanseBelt Initiativkreises und Honorarkonsul Finnlands, den Teilnehmern noch einmal deutlich, welche Bedeutung der Tunnel nicht nur für Dänemark hat: „Die Realisierung der festen Fehmarnbeltquerung ermöglicht eine neue europäische Zukunftsachse zwischen den Metropolen Hamburg und Kopenhagen-Malmö, die dem Norden vielfältige Chancen einer positiven wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung garantiert”, so Jorkisch. Zu den aktuellen Protesten von Umweltschützern meinte er, im Blick auf die Umweltverträglichkeit sei der Fehmarnbelttunnel das „am besten untersuchte Projekt der Welt“. Mit ihm gelte es, Innovation und Prosperität in Europa zu stärken. Jorkisch: „Die Idee ist nicht der Tunnel selbst, sondern die neue europäische Zukunftsachse.“
Für die Finanzierung der Anbindung wolle er heute in Berlin noch einmal trommeln, versprach Ministerpräsident Günther.
Das passt: Anne Sipiläinen, Botschafterin Finnlands, Norwegens Honorarkonsul Detlef Palm, MP Daniel Günther, der dänische Botschafter Friis Arne Petersen und Bernd Jorkisch, finnischer Honorarkonsul
Das passt: Anne Sipiläinen, Botschafterin Finnlands, Norwegens Honorarkonsul Detlef Palm, MP Daniel Günther, der dänische Botschafter Friis Arne Petersen und Bernd Jorkisch, finnischer Honorarkonsul bei der Eröffnungszeremonie. | Foto: BB/B_I

Sportstättenbau als Schwerpunkt


Als Schwerpunktthema hat die Messe in diesem Jahr den Sportstättenbau erkoren. Laut Ministerpräsident Günther sei noch nie so viel Geld für Sportstätten ausgegeben worden wie in diesem Jahr: Das Land habe 18 Millionen Euro dafür in die Hand genommen, zusammen mit den Kommunen seien es 51 Millionen Euro. Das ist auch nötig, denn der Investitionsstau in diesem Bereich ist groß. Die Sonderschau in Halle 8 zeigt hierzu auf rund 400 Quadratmetern Modelle und Planungsbeispiele. Besonderes Highlight: die „Stehende Surfwelle“ der Technischen Hochschule Lübeck.
Auch die „digitale Baustelle“ ist wieder Schwerpunktthema. Neben dem Simulator beim VDBUM lockt hier zum Beispiel der Baugewerbeverband das junge Publikum an seinen Stand in Halle 5: Mit einer VR-Brille lässt sich der Beruf des Brunnenbauers virtuell in 360 Grad  erleben – das ist unbedingt einen Besuch wert. Denn das dazugehörige Video auf der BGV-SH-Homepage gibt nur einen ungefähren Eindruck wider.

Tipp:
Fotos vom Eröffnungstag und aktuelle Informationen finden Sie auch in unserer Messezeitung "NordBau Live 2019".


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