Relineeurope feiert 10-jähriges Gründungsjubiläum

ROHRBACH, 11.10.2019 – In diesem Jahr konnte Relineeurope auf zehn Jahre zurück und dynamisch in die Zukunft blicken. Bereits seit der Gründung lädt der Systemanbieter für UV-lichthärtende Linertechnologien Anwender und Partner nach Rohrbach in der Südpfalz ein, um gemeinsam zu feiern und über neue Entwicklungen zu informieren und Erfahrungen auszutauschen.

Die Feier des ersten runden Geburtstags in diesem Jahr fiel etwas größer aus. Auf dem Firmengelände waren eine Bühne und ein großes Zeltdach aufgebaut. Staatssekretär Andy Becht aus dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz gehörte ebenso zu den Gratulanten wie Landrat Dietmar Seefeld. Gefeiert wurde mit den Mitarbeitern sowie vielen Kunden und Partnern aus Deutschland und Europa, Japan, China, Indien sowie den USA.

Relineeurope-Vorstand Ludwig Allmann: „Die Gründung des Unternehmens im Jahr 2009 fiel mitten in die größte Wirtschaftskrise der jüngeren Geschichte.“
Relineeurope-Vorstand Ludwig Allmann: „Die Gründung des Unternehmens im Jahr 2009 fiel mitten in die größte Wirtschaftskrise der jüngeren Geschichte.“

Rasante Entwicklung

Relineeurope-Vorstand Ludwig Allmann erinnerte daran, dass die Gründung im Jahr 2009 „mitten in die größte Wirtschaftskrise der jüngeren Geschichte“ fiel. Die Bereitschaft der Banken, das Start-up mit Krediten zu unterstützen, tendierte gegen Null. Nur die örtliche Sparkasse und später auch die Investitions- und Strukturbank des Landes Rheinland-Pfalz glaubten an das Unternehmen und die Unternehmer, so Allmann. „Diese zehn Jahre waren dynamisch, ereignisreich und vor allem erfolgreich, deshalb blicken wir gerne darauf zurück“, sagte sein Vorstandskollege Christian Noll, „und wir haben Lust auf die Zukunft!“.
10 Mitarbeiter waren 2009 dabei, daraus sind in zehn Jahren zusammen mit temporären Arbeitskräften fast 200 Arbeitsplätze geworden. Bevor man die Büros beziehen konnte, hat man selbst gestrichen, tapeziert und Böden verlegt. Innerhalb von nur einem halben Jahr baute man in den Hallen, die zuvor eine Spedition genutzt hatte, die Produktionsanlagen auf, so dass man zum 1. Januar 2010 mit der Serienproduktion des GFK-Schlauchliners „Alphaliner“ starten konnte. Das alles funktionierte „nicht einfach so“, sondern war eine „fulminante Leistung aller Mitarbeiter, die seinesgleichen sucht“, wie Christian Noll betonte.

Relineeurope-Vorstand Christian Noll: „Diese zehn Jahre waren dynamisch, ereignisreich und vor allem erfolgreich.“
Relineeurope-Vorstand Christian Noll: „Diese zehn Jahre waren dynamisch, ereignisreich und vor allem erfolgreich.“

5 Millionen Meter Alphaliner seit Produktionsstart

Der Mut der Unternehmensgründer und ihrer Mitarbeiter sollte sich auszahlen. Im ersten Produktionsjahr fertigte Relineeurope 180.000 Meter Alphaliner. Im zweiten war man bereits an den Wettbewerbern mengenmäßig vorbeigezogen und wurde „vom Jäger zum Gejagten“. Mit dem Wachstum brauchte man weiteren Büroraum. Zunächst wuchs auf dem Firmengelände eine „Bürocontainer-Landschaft“, in der das Arbeiten an heißen Sommertagen fast unmöglich und im Winter bei Schnee und Regen mehr als ungemütlich war. Erst nach vier Jahren gönnte man sich dann einen Neubau und im Jahr 2014 konnten dann die Büros im derzeitigen Verwaltungsgebäude bezogen werden.
Das stetige Marktwachstum und die steigende weltweite Nachfrage nach UV-lichthärtenden Linertechnologien halfen dabei, Produktion und Umsätze kontinuierlich auszuweiten. Im Jahr 2018 liefen 650.000 Meter Alphaliner über insgesamt drei Fertigungsstraßen. Seit Januar 2010 haben die Mitarbeiter in Rohrbach fast 5 Millionen Meter Alphaliner in unterschiedlichsten Varianten und Durchmessern produziert, fachgerecht in Transportkisten aus Holz verpackt und zu Baustellen in weltweit 53 Ländern der Erde ausgeliefert.
Das Unternehmen beliefert heute rund 120 Anwender weltweit, den weitesten Weg legen die Alphaliner-Kisten aus Rohrbach zu den Baustellen in Neuseeland zurück. Über 3.800 Mitarbeiter von Anwendern hat man in bei Fortbildungen der Relineacademy geschult, um so die Qualität der Sanierungen zu sichern. Von Anfang an war das Total Quality Management (TQM) ein zentraler Baustein des Erfolgs. Heute arbeitet man bei Relineeurope im Dreischichtbetrieb an der Kapazitätsgrenze. „Wir müssen unsere Anlagen in Zukunft sicher noch einmal erweitern“, sagte Christian Noll bei dem Festakt.

UV-Technologie und mehr

Neben dem Alphaliner entwickelte und fertigte Relineeurope von Anfang an auch die Technologie für die UV-Aushärtung. Mit der UV-Aushärteanlage REE4000 bietet das Unternehmen heute auch die leistungsstärkste und effizienteste Technologie insbesondere für die Sanierung von großen Durchmessern bis DN 1800 an. Im ersten Jahrzehnt wurden fast 100 UV-Aushärteanlagen ausgeliefert. Von der mobilen Version bis zum Ausbau von kompletten Sanierungs- und Servicefahrzeugen, die in Rohrbach individuell nach den Vorstellungen der Kunden gefertigt werden.
Investiert wurde auch in neue Geschäftsfelder. Zusammen mit der Pipetronics GmbH und Co. KG bietet Relineeurope intelligente Kanalrobotersysteme an. Mit der Reline Aptec GmbH ist man auch auf dem Gebiet der Sanierung von Druckleitungen und Trinkwasserleitungen aktiv.

V.l.: Ludwig Allmann, Christian Noll, Staatsekretär Andy Becht und Landrat Seefeldt | Fotos: Relineeurope AG
V.l.: Ludwig Allmann, Christian Noll, Staatsekretär Andy Becht und Landrat Seefeldt | Fotos: Relineeurope AG

Dynamisch in die Zukunft

Auf dem Erreichten will man sich bei Relineeurope nicht ausruhen. „Wir sind Perfektionisten, detailvernarrt, wir glauben, dass eine gute Idee alles verändern kann“, so Noll. Mit mehreren Universitäten arbeite man an Forschungsprojekten und fördere Studenten bei der Masterthesis. Auch in Zukunft lege man großen Wert auf Innovation und werde weiter in neue Märkte und Geschäftsfelder investieren, um so neue Potenziale anzugehen und die Unternehmen für die Zukunft abzusichern. Die Gründung in Zeiten der Krise hat man bei Relineeurope nicht vergessen.
„Dass wir das alles in der relativ kurzen Zeit von 10 Jahren geschafft haben, verdanken wir vielen, vor allem aber unseren Kunden und unseren Mitarbeitern“, sagte Noll. „Die Alphaliner-Anwender haben uns von Anfang an einen riesigen Vertrauensvorschuss geschenkt, unsere Mitarbeiter haben ihre ganze Kraft und ihr Wissen in das Unternehmen investiert. Ohne sie alle wäre unsere erfolgreiche Entwicklung nicht möglich gewesen“.
Der nächste Schritt, den das Unternehmen gehen will, ist der weitere Ausbau der Marke „Reline UV“ zu einer Weltmarke für die grabenlose Kanalsanierung. Mit Partnern aus Japan, China, Indien und den USA wurden in den vergangenen Jahren Kooperationsverträge geschlossen und Joint Ventures gegründet. Neben dem Standort Rohrbach werden GFK-Schlauchliner vom Typ Alphaliner bereits in Japan und den USA produziert. Noch in diesem Jahr wird in Neu Delhi der erste Alphaliner vom Band laufen. Die Produktionsanlagen dafür wurden von Rohrbach nach Indien verschifft. Das Fest zum 10-jährigen Geburtstag hat gezeigt: Relineeurope hat Lust auf die Zukunft!