Änderung der Leitlinie zur Präqualifizierung von Bauunternehmen

BERLIN, 15.11.2019 - Am 1. November 2019 ist die geänderte Leitlinie für die Durchführung eines Präqualifizierungsverfahrens von Bauunternehmen in Kraft getreten.

Nach Einführung der Leitlinie durch das Bundes-Bauministerium im Jahre 2006 hat das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat am 18.09.2019 eine aktualisierte Leitlinie für die Durchführung eines Präqualifikationsverfahrens von Bauunternehmen im Bundesanzeiger veröffentlicht. Diese Leitlinie vom 28.08.2019 trat am 01.11.2019 in Kraft und ersetzt als verbindliche Grundlage für die Präqualifikation die bis dahin gültige Leitlinie vom 23.09.2016.

Wesentliche Änderungen für präqualifizierte Unternehmen

- Der Handelsregisterauszug muss nur noch bei Änderungen aktualisiert werden. Hat es keine solchen gegeben, wird im Rahmen der neuen Eigenerklärung zum PQ-Verfahren nunmehr bestätigt, dass der Nachweis in der vorliegenden Form weiterhin Gültigkeit hat.

- Auch der Eintrag in das Berufsregister muss nur noch bei Änderungen neu eingereicht werden. Auch hier erfolgt analog dem Handelsregisterauszug eine Bestätigung mit der Eigenerklärung zum PQ-Verfahren.

Hier geht es zur geänderten Leitlinie PQ VOB

Hintergrund

Die Präqualifikation PQ-VOB ist die vorgelagerte auftragsunabhängige Prüfung der Eignungsnachweise durch Präqualifizierungsstellen (PQ-Stellen) nach festgelegten Kriterien, insbesondere auf Basis der in § 6a VOB/A,
§ 6a EU VOB/A, § 6a VS VOB/A definierten Anforderungen - VOB/A -Ausgabe 2019.

Die Präqualifizierungsstellen wurden in einer EU weiten Ausschreibung durch den Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. ermittelt. Nach dem Nachweis der Ausschreibungsanforderungen, die unter anderem  eine Akkreditierung für den Bereich PQ-VOB forderten erhielten die Bewerber die Konzession für die Präqualifizierungstätigkeit in Deutschland durch den Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.. Unternehmen des Bauhaupt- und Baunebengewerbes können nun nach ihrer Wahl bei einer der sechs ausgewählten Präqualifizierungsstellen ihre Eignung für öffentliche Bauaufträge mit einer Präqualifikation nachweisen.

Die Präqualifikation entspricht einer Zertifizierung mit dem Unterschied, dass die Gültigkeit nicht durch ein Zertifikat, sondern durch den aktuell gültigen Eintrag in das Amtliche Verzeichnis PQ-VOB bestätigt ist.

Zu diesem Thema siehe auch:
BMUB: Neue Leitlinien PQ Bau
Video zum Thema "Eigenerklärung und Präqualifizierung" in der Wissensbibliothek der B_I ausschreibungsdienste

(Quelle: Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.) | B_I MEDIEN

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