Agritechnica 2019 schließt mit großem Erfolg

HANNOVER, 21.11.2019 – Mit 450.000 Besuchern, davon mehr als 130.000 aus dem Ausland, und 2.820 Ausstellern ist die Weltleitmesse der Landtechnik, Agritechnica, am 16. November erfolgreich zu Ende gegangen. Eine Woche lang widmete sie sich den Herausforderungen und Zukunftsfragen der Branche.

Mit 2.820 Ausstellern und 450.000 Besuchern hat die Agritechnica ihre herausragende Stellung als Weltleitmesse der Landtechnik eindrucksvoll unterstrichen.
Mit 2.820 Ausstellern und 450.000 Besuchern hat die Agritechnica ihre herausragende Stellung als Weltleitmesse der Landtechnik eindrucksvoll unterstrichen. | Foto: DLG/S. Pförtner

„Das Leitthema ‚Global Farming – Local Responsibility‘ fokussierte die aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft wie Produktivitätssteigerung, Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz weltweit“, konstatierte Dr. Reinhard Grandke, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), zum Abschluss der Messe. Die Agritechnica 2019 habe Umsetzungsstrategien für die lokalen Herausforderungen der weltweiten Agrarregionen gezeigt. Neue Verfahren, getrieben von Digitalisierung, Automatisierung und Robotik, seien dabei die größten Impulsgeber.

In ökonomisch-ökologische Technik investieren

Die Stimmung der Landwirtschaftsbranche war trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen zuversichtlich, was sich in einer hohen grundsätzlichen Investitionsbereitschaft niederschlägt. Wie die Besucherumfrage der Veranstalter zeigte, wollen zwei Drittel der befragen Landwirte, Lohnunternehmer und Maschinenringe in den nächsten zwei Jahren investieren. Und wer auf dem Feld und im Stall investiert, setzt auf Technik, die der Umwelt nützt und sich rechnet. Zu diesem Ergebnis kommt die VDMA-Mitgliederbefragung zur Agritechnica 2019.

DLG-Hauptgeschäftsführer Dr. Reinhard Grandke
Die Agritechnica 2019 habe Umsetzungsstrategien für die
lokalen Herausforderungen der weltweiten Agrarregionen
gezeigt, sagt DLG-Hauptgeschäftsführer Dr. Reinhard
Grandke. | Foto: DLG

„An intelligenten Maschinen-, Prozess- und Bedienerlösungen, die mehr Output bei weniger CO2, Stickoxiden und Ammoniak erzeugen, kommen vernünftig aufgestellte Betriebe nicht mehr vorbei“, so VDMA-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer. Ökonomie und Ökologie sind demnach längst kein Gegensatz mehr, sondern zwei Seiten derselben Effizienzmedaille. Die größte Nachfrage nach Lösungen für den Klima- und Umweltschutz sieht die Industrie in der Kraftstoffreduktion sowie im Pflanzenschutz und in der Düngung.

„Unangefochtener Klassenprimus“

Mehr als 60% der Unternehmen zeigen sich zufrieden, was die Anbahnung neuer Geschäftsbeziehungen mit deutschen und westeuropäischen Kunden betrifft. Noch etwas besser läuft die Geschäftsanbahnung mit Osteuropäern, während die Einschätzungen mit Blick auf Asien und Amerika deutlich verhaltener sind.

VDMA-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer
„An intelligenten Maschinen-, Prozess- und Bedienerlösungen kommen vernünftig aufgestellte Betriebe nicht mehr vorbei“, meint VDMA-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer. | Foto: VDMA
Die Gesamtbeurteilung der Messe fällt dennoch erstklassig aus: Fast 90% bewerten die Ausstellung mit den Schulnoten „sehr gut“ oder „gut“. „Damit bleibt die Agritechnica unangefochtener Klassenprimus unter den internationalen Agrartechnikmessen“, so Scherer.
Die nächste Agritechnica findet vom 14. bis 20. November 2021 auf dem Messegelände in Hannover statt.