Schwanauer Fremdwassertag in Offenburg

OFFENBURG, 09.03.2015 – Das Thema Abwasser steht am 28. und 29. April im Fokus der Offenburger Kongressmesse Abwasser.Praxis und dem integrierten 7. Schwanauer Fremdwassertag. Das Thema Phosphorrecycling wird eine große Rolle spielen.

Besucher des Schwanauer Fremdwassertages
Der Schwanauer Fremdwassertag in Offenburg findet am 28. und 29. April im Rahmen der Kongressmesse Abwasser.Praxis – expo & congress statt. In ihrem Portfolio der Fachmessen zu Nachhaltiger Energie und Umwelttechnik veranstaltet die Messe Offenburg die Kongressmesse zum dritten Mal.

Keimzelle des Schwanauer Fremdwassertages war die Entwicklung des sogenannten Schwanauer Kooperationsmodells. Nach wie vor ist es ein Best-Practice-Beispiel strategischer Planung insbesondere für kleinere Kommunen. Ein Teil des Kongresses besteht aus konkreten Lösungsmodellen zu Starkregen und Hochwasser. Die Vielfalt der Thematik darüber hinaus wird durch die Gesamtplattform Abwasser.Praxis abgebildet.
Das Fachangebot richtet sich an kommunale Vertreter, Betreiber von Kläranlagen und Abwasserzweckverbände, Industrie und Stadtwerke, Umweltschutz, Forschung und Wasserwirtschaft in der Metropolregion Oberrhein, mit Deutschland, dem Elsass und der Schweiz. Die Veranstaltung ist ebenso konzipiert für Ingenieurbüros für Abwassertechnik, Planer und Berater, doch auch der ein oder andere Bauherr wird an der verdichteten Informationsplattform interessiert sein, ebenso wie am Austausch und der Vernetzung.

Wert der Abwasser-Infrastruktur wird oft unterschätzt

Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser- und Abfall e.V. (DWA) beziffert den Wiederbeschaffungswert aller bundesdeutschen Anlagen zur Abwasserentsorgung auf rund 687 Milliarden Euro. Neben der Fachausstellung beleuchtet der Kongress aktuelle Entwicklungen zu Infrastruktur-Management mit Aufgaben wie Kanal- und Schachtsanierung, Abwasserlenkung und Überflutungssicherheit sowie Geruchs- und Korrosionsvermeidung. Hinzu kommen neue Technologien, die die Anlageneffizienz erhöhen, wie beispielsweise Messdatenmanagement-Systeme.
Der Grundstücksentwässerung ist ein breiter Themenbereich gewidmet mit praxisnahen Beispielen von Schlauchliner-Systemen bis zur strategischen Sanierungsplanung.
Umweltaspekte gewinnen zunehmend an Bedeutung, wie unter anderem bei der Wärmerückgewinnung aus Abwasser sowie beim Phosphorrecycling.

Auditorium beim Schwanauer Fremdwassertag
Im Kongress werden unterschiedliche Verfahren der Phosphorrückgewinnung erläutert. | Fotos: Messe Offenburg

Nationaler Auftrag Phosphorrückgewinnung

Aufgrund der weltweit endlichen Vorkommen von Phosphor wird derzeit in allen EU-Ländern an der Rückgewinnung des Sekundär-Rohstoffes aus Klärschlamm gearbeitet. In einem Statement der Bundesregierung Deutschland vom 28.11.2013 wird das Ziel einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Phosphor-Ressourcen betont.
Im Kongress der Abwasser.Praxis erläutern vier Vorträge unterschiedliche Verfahren. Ein Pilotprojekt aus der Region Nürnburg betreibt Klärschlammrecycling mit Phosphorrückgewinnung im Kupolofen. Das Remondis TetraPhos-Verfahren konzentriert sich auf Klärschlamm-Aschen als Ausgangsstoff. Das Pyreg-Verfahren stellt mittels einer gestuften Verbrennung ein biologisches stabiles Phosphor-Substrat her, das – anders als bei den Aschen aus Monoverbrennungsanlagen – bereits zu achtzig Prozent pflanzenverfügbar ist und als Rohstoff in der Düngemittelindustrie eingesetzt wird. Das Budenheim-Verfahren wiederum setzt nicht auf thermische Energie, sondern auf Kohlenstoffdioxid, um Phosphor zu recyclen. Es handelt sich um ein umweltfreundliches Verfahren, bei dem keine klimaschädlichen Emissionen entstehen. Nach der Grundlagenforschung soll noch in 2015 eine Pilotanlage entstehen mit dem Ziel, die Grundlagen für großtechnische Anlagen zu schaffen. Das Budenheim-Verfahren wird durch die deutsche Bundestiftung Umwelt gefördert.

Frühbuchervorteile

Noch bis zum 31. März gelten die Frühbuchervorteile für die Eintrittspreise von 28 statt 38 Euro für den Eintagesbesuch, bzw. 48 statt 58 Euro für das Zweitagesticket. Ein Frühbuchervorteil besteht auch für Besuchereintritte inklusive Catering: 58 Euro (statt 68) für den Eintagesbesuch oder 88 Euro (statt 98) für beide Tage.
Weitere Infos unter Tel. 0781/9226-39, eMail an abwasserpraxis@messe-offenburg.de oder unter www.abwasserpraxis.de