Wenn wenig Platz ist: Vakuumdämmplatte reduziert Aufbauhöhe

IBBENBÜREN, 30.01.2020 – Für besonders schlanke Wand- und Bodenaufbauten hat Kingspan eine Vakuumdämmplatte im Programm. Wenn für dicke Dämm-Konstruktionen kein Platz ist oder die Gebäudegeometrie eine solche nicht zulässt, ermöglicht „Optim-R“ hocheffizientes Dämmen bei einer sehr geringen Materialstärke.

Bei diesem Wohnhaus in Hamburg kam die Vakuumdämmung Optim-Rzum Einsatz
Wohnhaus in Hamburg: Hier kam die Vakuumdämmung mit ihrer geringen Materialstärke zum Einsatz. | Fotos: Kingspan Insulation

Bei Loggien, Balkonen und Dachterrassen sind aus gestalterischen Gründen oft geringe Materialstärken beim Bodenaufbau gefragt – ein typischer Einsatzort für Vakuumdämmplatten im Neubau. Aber auch bei der Sanierung von Bestandsbauten kann jeder Millimeter bei der Aufbauhöhe entscheidend sein.

Die „Optim-R“-Platten stellt Kingspan in den Stärken 20, 25, 30 und 40 Millimetern her. Mit einem Lambda-Wert von 0,007 W/(mK) weisen sie eine fünf Mal geringere Wärmeleitfähigkeit auf als herkömmliche Dämmmaterialien. Wesentlicher Grund dafür ist der Plattenaufbau: Sie bestehen im Kern, so der Hersteller, aus gepresstem pyrogenen Siliciumdioxid (auch „Kieselsäure“ genannt), das mit Vliess umhüllt ist. Die äußere Hülle bildet eine gasdichte Hochbarrierefolie, der die Luft entzogen wird – die Platten werden vakuumiert.

Vakuumdämmplatte Optim-R
Hohe Dämmwirkung: Die Vakuumdämmplatte besteht aus einem mikroporösen Kernmaterial, einer Schutzschicht aus Vlies und einem gasdichten Folienumschlag.


Damit die Wärmeleitung dauerhaft verhindert wird, darf diese äußere Hülle nicht beschädigt werden. Geschnitten werden dürfen Vakuumdämmplatten deshalb nicht. Allerdings sind sie in diversen Formaten verfügbar, sodass sich unterschiedlichste Geometrien umsetzen lassen. Auf der Baustelle werden die Dämmplatten nach einem zuvor erstelltem Verlegeplan verlegt. Anpassungen an den Randbereichen werden mit sogenannten Flexplatten aus Polyurethan-Hartschaum (PUR) ausgeführt.


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