Bild 1: Lebensraum Golfplatz – Wir fördern Artenvielfalt – So heißt das Pilotprojekt baden-württembergischer Golfanlagen, des Umweltministeriums des Landes Baden-Württemberg, des Baden-Württembergischen Golfverbandes und des Deutschen Golf Verbandes.
Lebensraum Golfplatz – Wir fördern Artenvielfalt – So heißt das Pilotprojekt baden-württembergischer Golfanlagen, des Umweltministeriums des Landes Baden-Württemberg, des Baden-Württembergischen Golfverbandes und des Deutschen Golf Verbandes. | Foto: DGV/Kirmaier

Golfclubs fördern Artenvielfalt in Baden-Württemberg

WIESBADEN, 30.01.2020 – Um vorhandene Biodiversitätsflächen quantitativ und qualitativ auszubauen haben sich baden-württembergische Golfanlagen, das Umweltministerium Baden Württemberg, der Baden-Württembergische Golfverband sowie der Deutsche Golf Verband zu einem Pilotprojekt zur Förderung der Artenvielfalt zusammengeschlossen.

Im Zentrum des Projekts, das unter dem Motto „Lebensraum Golfplatz – Wir fördern Artenvielfalt“ steht, sind Maßnahmen aus den Bereichen Insekten- und Vogelschutz sowie die Schaffung von Lebensräumen wie beispielsweise Totholzhaufen. Dazu kommen Maßnahmen zur Förderung der Naturbildung.

Startschuss war bereits Ende November, beim 1. Umweltsymposium des Baden-Württembergischen Golfverbandes (BWGV) in Ludwigsburg. Dort zeigte Martin Klatt vom NABU Baden-Württemberg den über 100 Vertretern baden-württembergischer Golfanlagen die Chancen des Pilotprojektvorhabens am Beispiel von „Natur nah dran“, einem Projekt, das biologische Vielfalt in baden-württembergischen Kommunen fördert.

Einen wissenschaftlichen Blick auf die Flora ausgewählter Golfanlagen Baden-Württembergs warf Prof. Dr. Martin Elsäßer. „Hardroughflächen auf Golfplätzen sind in erster Linie keine Ballgräber, sondern wertvolle Lebensräume in oft artenarmen Agrarlandschaften. Es gibt schon sehr gut entwickelte artenreiche Roughflächen im Land. Andere lassen sich gezielt entwickeln, dafür braucht man Zeit und einen Plan“, so der Fachbereichsleiter beim Landwirtschaftlichen Zentrum Baden-Württemberg.

Der Staatssekretär des Umweltministeriums Baden-Württemberg, Dr. Andre Baumann, zeigte sich ebenso begeistert von der Idee, auf Golfplätz, den „Oasen für die Natur mit bunt blühenden Wiesen, Teichen voller Kröten und Frösche, sowie Gehölzen, in denen Nachtigallen brüten“, eine grüne Infrastruktur zu fördern.

Alle Golfanlagen, die ihre Teilnahme an dem Pilotprojekt erklären, erhalten Schilder, mit denen die jeweiligen Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt deutlich sichtbar auf dem Platz gekennzeichnet werden. Mehr Informationen zum Projekt sind auf www.lebensraum-golfplatz.de abrufbar.

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