Neuen synthetischen Kraftstoff getestet

GARMISCH-PARTENKIRCHEN, 21.02.2020 – Die Zugspitze bietet Wanderern, Skifahrern und Snowboardern atemberaubende Eindrücke und Erlebnisse. Um die Interessen der Touristen mit den Anforderungen der Natur bestmöglich in Einklang zu bringen, hat sich die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG für eine Umstellung des Fuhrpark-Kraftstoffs von Diesel auf Shell GTL (Gas-to-Liquids) Fuel Alpine entschieden.

Die Pistenraupen der Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG sind insgesamt 20.000 Stunden im Jahr im Einsatz.
Die Pistenraupen der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG sind insgesamt 20.000 Stunden im Jahr im Einsatz. Die 520 PS der Pistenraupen verlangen dem Kraftstoff alles ab. | Foto: Shell
Auf der Zugspitze stehen Wintersportlern insgesamt 60 Pistenkilometer zur Verfügung, die mit etwa 20 Pistenraupen vorbereitet werden. Aufgrund der erforderlichen Kältestabilität (CFPP) kam bisher nur Diesel mit seiner Stabilität bis zu -20 °C als Kraftstoff infrage (danach kommt es zur Bildung von Kraftstoffkristallen und eine Blockierung der Filter droht).

Nachdem den Betreibern Shell GTL Fuel Alpine mit einer Kältestabilität bis zu -30 °C vorgestellt wurde, entschieden sie sich für einen umfangreichen Praxistest des neuen synthetischen Kraftstoffs: Es wurden mehrere Hundert Liter in einer Pistenraupe in der Wintersaison über Nächte hinweg getestet. Dazu wurde der Kraftstoff in 200 l Fässern mit der Bahn auf den Berg und dann in die Werkstatt gebracht. Das Ergebnis überzeugte direkt: Weder beim Tankvorgang noch bei der Fahrt kommt es zu einer sonst üblichen Geruchsentwicklung, da der synthetische Kraftstoff auf Erdgas basiert und sauberer verbrennt. So werden entsprechend weniger lokale Emissionen, wie Stickoxide und Partikel erzeugt.
Gruppenbild (v.l.n.r.):  T. Stowasser, P. Huber, R. Rauch, C. Edenhofer, M. Kaufmann,  H. Hinterer, A. Heimgartner
Gruppenbild (v.l.n.r.):  Tobias Stowasser (EnergieDirect), Peter Huber (ehem. Geschäftsführer, jetzt im Ruhestand - Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG), Reinhard Rauch (Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG), Christian Edenhofer (Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG), Mathias Kaufmann (Shell Oil Deutschland GmbH), Heimo Hinterer (EnergieDirect), Adelbert Heimgartner (Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG). | Foto: Shell
„Keine Geruchsentwicklung mehr beim Tanken, kein wahrnehmbarer Säuregeruch während der Fahrt, das ist wirklich angenehm“, so Christian Edenhofer, Werkstattleiter. Neben der positiven Abgasentwicklung überzeugt der Kraftstoff auch durch seine Leistung. Die 520 PS der Pistenraupen verlangen dem Kraftstoff alles ab und Shell GTL Fuel Alpine bietet laut Hersteller die identischen Leistungseigenschaften wie Dieselkraftstoff. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die geringstmögliche Wassergefährdungsklasse (WGK 1) von Shell GTL Fuel, was  bei der Lagerhaltung und Logistik eine wichtige Rolle spielt.

Mit Blick in die Zukunft plant die Bayerische Zugspitzbahn noch weitere Maßnahmen. „Unser Wunsch ist es, dass alle mineralischen Energieträger auf Shell GTL Fuel umgestellt werden“, so Adelbert Heimgartner, Verantwortlicher für die Kraftstoffbeschaffung.


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