Geo-T Expo in Essen
Geo-T Expo in Essen: Hier startet im November der erste Workshop des Forschungsprojektes „Gandor“. | Foto: Messe Essen GmbH

Geothermie-Projekt „Gandor“:

Hot Spots entlang der Donau

ESSEN, 13.08.2014 – Das Forschungsprojekt „Auf- und Ausbau eines geothermischen Netzwerkes in der Donauregion“ – kurz GANDOR – soll die Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Kroatien, Serbien und Ungarn stärken. Es startet im November auf der Geo-T Expo.

Im pannonischen Becken zeichnet sich sowohl für die flache als auch für die tiefe Geothermiebranche in den kommenden Jahren ein neuer Markt ab. Der Startschuss für das Projekt „Gandor“ fällt im Rahmen der Messe Geo-T Expo, auf der sich vom 11. bis 13. November in Essen zum zweiten Mal die internationale geothermische Fachbranche zu ihrer Leistungsschau trifft. Der erste Workshop des Projekts findet am 13. November statt.

Für die Branche gibt es nach Ansicht der Experten im pannonischen Becken bald reichlich Arbeit. „Von den geologischen Potenzialen her ist die Donau-Region besser als der Oberrheingraben oder das bayrische Molassebecken“, sagt Dr. Eckehard Büscher, Direktor des internationalen Koordinationsbüro der deutschen Geothermie am internationalen Geothermiezentrum in Bochum (GZB). „Die hydrothermalen Quellen lassen aufgrund ihrer hohen Temperaturen die Produktion von Strom und Wärme in oberirdischen geothermischen Kraftwerken zu. In den einzelnen Ländern wird sich in den kommenden Jahren ein interessanter Markt auch für deutsche Tiefbohrunternehmen und die Kraftwerksbauer entwickeln.“

Experten aus Donauländern vernetzen

Das GZB ist auf deutscher Seite als Projektpartner des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts beteiligt. Weitere Partner sind die auf geotechnische Fragen spezialisierten Abteilungen der Universitäten Zagreb (Kroatien), Szeged (Ungarn) und Belgrad (Serbien). In einem ersten Schritt soll es darum gehen, die Fachleute in den Ländern untereinander zu vernetzen und Erfahrungen im Bereich sowohl der flachen als auch der tiefen Geothermie auszutauschen. Hier gelten insbesondere die ungarische Tiefebene, aber auch Teile von Serbien und Kroatien als echte Hot Spots, die sich in den nächsten Jahren auch im Bereich der Geothermienutzung für Fernwärmesysteme weiter entwickeln werden. bi