Marienheide: Mit Fabekun alles sicher im Fluss

NISTERAU, 10.3.2020 – Die oberbergische Gemeinde Marienheide hat Teile ihrer Kanalisation erneuern lassen. Auf einer Länge von 400 m kamen Fabekun-Kanalrohre sowie weitere Produkte der Gebr. Fasel Betonwerk GmbH zum Einsatz, wodurch eine einwandfreie Entsorgung in mehrfacher Hinsicht gesichert werden soll.

Die Fabekun-Kanalrohre werden im Graben zusammengeschoben. Die Rohre aus Beton und PVC-U vereinen die Vorteile beider Werkstoffe in einem Rohr.
Die Fabekun-Kanalrohre werden im Graben zusammengeschoben. Die Rohre aus Beton und PVC-U vereinen die Vorteile beider Werkstoffe in einem Rohr.

Mit den Arbeiten wurde die Heinrich Weber Straßen- und Tiefbau GmbH & Co. KG betraut. Die Kanalbauarbeiten sind Teil umfassender Maßnahmen, durch die der Ortskern in den nächsten Jahren städtebaulich aufgewertet werden soll. „Im Zuge dieser Arbeiten werden Versorgungsleitungen umverlegt und Gas- und Wasserleitungen der angrenzenden Wohnhäuser erneuert, ebenso wie der Mischwasserkanal sowie die Hausanschlussleitungen“, erläutert Planer Hardy Dresbach, Ingenieurbüro Donner und Marenbach (Wiehl).

„Eine gute Wahl“

Eine Kamerabefahrung der Mischwasserkanäle hatte ergeben, dass diese in der durch den Ortskern führenden L97 sowie in weiteren Straßenzügen ebenfalls sanierungsbedürftig waren. Das in der Leppestraße sowie der nahegelegenen Landwehrstraße festgestellte Schadensbild entsprach dem, was angesichts des Alters der Kanäle vor Ort zu erwarten war. „Außerdem waren die Kanäle hydraulisch nicht mehr ausreichend dimensioniert“, so Dresbach weiter. Der Aggerverband und die Gemeinde Marienheide entschlossen sich daher, bei der Neuverlegung der Kanäle Rohre mit einer größeren Nennweite einzusetzen.
Die Wahl fiel auf Fabekun-Kanalrohre in Nennweiten von DN 300 und DN 700. „Mit den Produkten von Fasel haben wir bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Jörg Dencker, beim Verband zuständig für die Kanalinstandhaltung. Das System Fabekun sei aufgrund seiner Werkstoffeigenschaften, aber auch mit Blick auf Nachhaltigkeitsaspekte eine gute Wahl.

Fachgerechte Verdichtung der Leitungszone
Fachgerechte Verdichtung der Leitungszone

Zwei Werkstoffe, doppelte Dichtigkeit

„Fabekun-Kanalrohre werden entsprechend DIN EN 1916 und DIN V 1201 produziert und zeichnen sich durch die Kombination der Werkstoffe Beton und Kunststoff aus“, erklärt Fasel-Fachberater Rüdiger Göbel. „Damit vereinen sie die Vorteile beider Werkstoffe in einem Rohr.“ Das innenliegende PVC-U-Rohr wird ohne Stege und Verankerungen in das Betonrohr einbetoniert. Die Verwendung des PVC-Innenrohres macht die Fabekun-Rohre beständig gegen die häufig in Abwasserleitungen und -kanälen auftretende biogene Schwefelsäurekorrosion. Zudem verfügen die Rohre über die chemische Widerstandsfähigkeit gegenüber Gasen, Säuren etc. nach DIN 8061, Teil 3.
Die Verbindung der Rohre untereinander erfolgt über ein Doppeldichtsystem, bestehend aus einer innen gekammerten Vakuumdichtung zur Verbindung der Kunststoffrohre und einer äußeren Lippendichtung im Betonrohr. Beide Dichtungssysteme sind voneinander unabhängig. Dieses bautechnische Merkmal spielte bei der Baumaßnahme in Marienheide insofern eine Rolle, als der Netzbetreiber bislang häufig Probleme mit Fremdwassereintrag und einer dementsprechend hohen Belastung der Kläranlage hatte. Dank des Doppeldichtsystems ist das zukünftig ausgeschlossen.

Mit dem Laser wird die korrekte Ausrichtung der Kanalrohre überwacht.
Mit dem Laser wird die korrekte Ausrichtung der Kanalrohre
überwacht.

Termingerechte Lieferung, zügiger Einbau

Der Startschuss für die Arbeiten fiel im Juni 2019. Zunächst wurde der Kanal in der Landwehrstraße erneuert. Anfang September wurde mit den Arbeiten in der Leppestraße begonnen. Die Rohre für den neuen Mischwasserkanal werden dabei haltungsweise verlegt. „Dabei wird ein Schacht mit einer Blase abgesperrt und das Abwasser zur Aufrechterhaltung der Vorflut über eine Leitung in den nächsten Schacht gepumpt“, erklärt Björn Ringsdorf, Bauleiter Heinrich Weber Straßen- und Tiefbau GmbH & Co. KG. Danach können die alten Kanalrohre entfernt und die Sohle für die Verlegung der neuen Rohre vorbereitet werden. Bisher verlaufen die Arbeiten reibungslos. In diesem Zusammenhang lobt der Bauleiter unter anderem den guten Service von Fasel: „Der Fachberater der Firma ist gut erreichbar und hat stets ein offenes Ohr für Fragen, die Lieferung der benötigten Produkte erfolgt zudem pünktlich.“ Dem schließt sich Straßenbaumeister Andreas Gebauer an: „Die Zusammenarbeit klappt prima, der Einbau der Produkte geht zügig und problemlos vonstatten.“

Fachgerechtes Einfetten des Spitzendes vor dem Einbau des Kanalrohres
Fachgerechtes Einfetten des Spitzendes vor dem Einbau des
Kanalrohres | Fotos: Gebr. Fasel Betonwerk

Revisionsbögen sowie Schachtunterteile

Neben den Kanalrohren kommen Revisionsbögen sowie Schachtunterteile zum Einsatz. Die Schachtunterteile sind komplett mit Polyurethan ausgekleidet. Die Schachteinbindemuffen, die ebenfalls aus Polyurethan hergestellt werden, sind fugenfrei und ohne Klebestellen am Schachtkörper integriert. In der Schachteinbindemuffe sind wie beim Fabekun-Rohrsystem ebenfalls zwei Dichtungen eingebaut: eine Vakuum-Dichtung, die das PVC-Rohr abdichtet, und eine LKD-Dichtung, die das Betonrohr am Schacht kraftschlüssig aufnimmt und abdichtet. Auch das bietet eine sehr große Sicherheit gegenüber der Infiltration von Grundwasser, die besonders im Bereich der Muffen und Fugen auftreten kann.
Alle Beteiligten sind mit dem bisherigen Ablauf der Baumaßnahme sehr zufrieden und davon überzeugt, mit Fabekun ein nachhaltiges, wirtschaftliches System eingesetzt zu haben, das sich dank der zu erwartenden hohen Lebensdauer auch langfristig rechnen wird.