Bauwirtschaft fordert Maßnahmen zur Liquiditätssicherung für Betriebe

BERLIN, 13.03.2020 – Angesichts der der Corona-Pandemie fordert das Baugewerbe von der Bundesregierung gezielte Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität für kleinere und mittelständische Betriebe. Der ZDB erhofft sich mehr Spielraum für die Unternehmen durch eine Neujustierung bei Sozialversicherungsbeiträgen und der Umsatzsteuer.

Felix Pakleppa, ZDB-Hauptgeschäftsführer
„Die Liquidität der Bauunternehmen muss jetzt sichergestellt werden.“ ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa | Foto: ZDB

„Ziel muss sein, den Unternehmen Handlungsspielraum zu geben“, sagte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB). Das habe in der jetzigen Situation eine höhere Wirksamkeit als groß angelegte Konjunkturprogramme. Um die Liquidität der Bauunternehmen sicherzustellen, solle die Vorfälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge zurückgenommen werden, so Pakleppa. Die Vorverlegung der Sozialversicherungsbeiträge wurde der angesichts angespannten Haushaltslage im Jahr 2005 beschlossen. Hier müsse laut Pakleppa nun „nachjustiert und den Betrieben Zeit verschafft werden“.

Schnellverfahren für Kredite gefordert


Das gelte auch für die Besteuerung. Pakleppa forderte eine Flexibilisierung der Soll-/Ist-Besteuerung und größere Wahlmöglichkeiten für Unternehmen: „Wenn die Betriebe die Umsatzsteuer erst zahlen müssen, wenn die Rechnung tatsächlich beglichen wurde, verschafft das einen zusätzlichen Liquiditätsvorteil. So können die drohenden finanziellen Einbußen wenigstens abgemildert werden.“
Zudem müsse die Kreditvergabe durch KfW und Bürgschaftsbanken beschleunigt werden.